

Disco Elysium - The Final Cut
Preisverlauf
Letzte 36 Monate · täglich aktualisiertDie Preise umfassen Steam und 39 autorisierte Shops; gezählt werden nur reguläre Angebote. Das Diagramm zeigt wöchentliche marktweite Tiefstände und Steams offiziellen Preis über die letzten 36 Monate.
Der Preisverlauf wird in USD erfasst. Die gezeigten Beträge sind zum EZB-Kurs vom 2026-10-09 in EUR umgerechnet und dienen nur zur Orientierung; was du tatsächlich zahlst, steht auf der Shop-Seite.


01Über Disco Elysium - The Final Cut
Als Detektiv erkundest du Revachol, verhörst ihre Bewohner und entscheidest, wie du einen Mordfall angehst. Fähigkeiten, Dialoge und Entscheidungen prägen deinen Weg durch die Stadt. Steam-Spieler bewerten es zu 92%% positiv, basierend auf 118.676 Rezensionen. Die Steam-PC-Version unterstützt Deutsch als Interface-Sprache.
Mitwirkende
Niedrigster erfasster Preis in 36 Monaten
≈ 0,00 €2025-12-25 · Epic Game StoreBasisspiel · dieselben Daten wie in der obigen Grafik; USD-Verlauf, kein regionaler Steam-Tiefpreis.Sprachunterstützung
| Sprache | Oberfläche | Untertitel | Audio |
|---|---|---|---|
| Chinesisch (vereinfacht) | Ja | Ja | — |
| Chinesisch (traditionell) | Ja | Ja | — |
| Englisch | Ja | Ja | Ja |
10 weitere Sprachen anzeigen
| Sprache | Oberfläche | Untertitel | Audio |
|---|---|---|---|
| Spanisch | Ja | Ja | — |
| Koreanisch | Ja | Ja | — |
| Portugiesisch (Brasilien) | Ja | Ja | — |
| Französisch | Ja | Ja | — |
| Deutsch | Ja | Ja | — |
| Russisch | Ja | Ja | — |
| Polnisch | Ja | Ja | — |
| Japanisch | Ja | Ja | — |
| Türkisch | Ja | Ja | — |
| Arabisch | Ja | Ja | — |
Daten zur Steam-PC-Version · 2026-10-11
02Vor dem Kauf
Sprache
Die Steam-PC-Version bietet vollständige englische Sprachausgabe und Untertitel in mehreren Sprachen, darunter Deutsch.
Spielmodus und Steuerung
Einzelspieler und volle Controller-Unterstützung sind angegeben.
03Häufig gestellte Fragen
Worum geht es?
Du spielst einen Detektiv, befragst Figuren und untersuchst einen Mordfall in Revachol.
Kann ich allein spielen?
Ja. Die Steam-PC-Version ist als Einzelspieler-Spiel ausgewiesen.
Wird ein Controller unterstützt?
Ja, volle Controller-Unterstützung ist angegeben.
“A role-playing definitive cut where twenty-four inner voices talk back, winning narrative of the year with no combat at all”
Unser Fazit
Stack the six dimensions together and the full picture sharpens: Disco Elysium: The Final Cut is a role-playing game that uses prose itself as the mechanic, a narrative peak no one has climbed past.
A milestone that redrew the genre's borders
Arriving in 2019, this game is widely read as a landmark for CRPGs and the role-playing genre at large. The trophy wall is absurd — Best Narrative, Best Independent Game, Best Role Playing Game, and Fresh Indie Game at The Game Awards 2019, plus BAFTA wins for Debut Game, Music, and Narrative, and Game of the Year nods from PC Gamer and others. The throughline is simple: it redrew what an RPG could be, and the industry took notes. Before it, the idea of a combat-free, near-all-reading game topping the year-end charts was hard to picture; after it, "narrative-driven" became a direction the whole indie scene keeps saluting, and countless smaller studios trace a line of inspiration straight back to Martinaise. A 97 on Metacritic, an 89 on OpenCritic, and a 92 percent Steam approval back the height from every side — from professional critics to the raw vote of players. For a game with no combat at all, held up almost entirely by text, that combination of scores is close to a miracle, the kind of result that should not be reproducible and so far has not been.
Who it is for, and who should think twice
So who is it for? If you will linger over a fine sentence and you prize narrative density and the weight of a choice over the thrill of action, this is practically tailored to you, and it repays every ounce of patience with a city, a cast, and a detective stitching himself back together. If you want instant combat feedback, tight handling, or simply have no appetite for long stretches of dialogue, this near-"playable novel" will likely leave you cold — no judgement, just taste, and forcing yourself through a game that fights your grain serves nobody. One more honest note: the subject matter skews adult, the narrative wades into heavy, serious social and human themes, and the tone runs cold and introspective throughout. It suits a mature player willing to settle in and think, to read carefully and sit with discomfort, rather than someone after a quick unwind at the end of a long day. This is a work to be absorbed, not a toy to be idly poked, and going in with the right expectations is half the battle.
Edition, platform, and why nothing has replaced it
On editions, The Final Cut is the only and most complete choice going — a free upgrade for original owners, with full voice acting and the four political vision quests, and no real reason to seek the old build. On platforms, since the core interaction was born for a mouse, PC stays the smoothest pick; the console versions are content-identical, with only that cursor-on-a-controller adjustment to make.
Which leaves the deepest question: after all these years, why is there still no second Disco Elysium? Because it pulled off something nobody else has — it made prose the mechanic. The twenty-four voices arguing in your skull, the Thought Cabinet you keep researching, the rolls that decide who you become rather than whether you live, together make a role-playing experience that stands alone. It did not refine an existing frame; it opened a new lane and remains its only benchmark. Baldur's Gate 3 has flashier combat and a bigger branch, yet it never wrote the hero's interior as speaking characters, and the imitators that followed mostly caught the surface, not the fusion of word and system. That is why nothing has replaced it — and why it stands as proof of how deep the game can reach as a storytelling medium.
Aktuelle News zu Disco Elysium - The Final Cut
Beliebte Steam-Rezensionen
Auswahl in der eigenen Sprache · 10 RezensionenDie ausgewählten hilfreichen Rezensionen in dieser Sprache enthalten Empfehlungen und Kritik. Diese Auswahl entspricht nicht der Gesamtwertung; die Meinungen beziehen sich auf die jeweils bewertete Version.
+ Wahnsinnig guter, intelligenter Schreibstil + Zum Schreien komischer Humor + Exzentrischer Protagonist + Tiefe Einblicke in die Abgründe der menschlichen Psyche + Interessantes, sehr politisch angehauchtes Setting + "Sidekick" Kim Kitsuragi! + Einzigartiges Skillsystem mit "sprechenden" Skills + Viele spannende Ermittlungen + Verschiedene Lösungswege und Möglichkeiten + Extravaganter, aber stimmungsvoller Zeichenstil, ästhetisch sehr ansprechend + Gelungene und passende Muskuntermalung + Text, so viel Text. 1 Million Wörter Spielzeit: 40-50 Stunden Empfehlung: Kaufen! Handlung - DETECTIVE ARRIVING ON THE SCENE Als du dich nach exzessivem Alkoholkonsum aus einem komatösen Zustand ins Bewusstsein zurückkämpfst, stellst du fast, dass dir jegliche Erinnerung abhanden gekommen ist. Du weißt weder, wer du bist, noch was du in dem Motelzimmer verloren hast, das sich in einem ähnlich desaströsen Zustand zu befinden scheint wie du selbst. Aus dem Spiegel blickt dir nur ein durch scheinbar jahrelangen Alkoholmissbrauch entstelltes Gesicht entgegen. Nachdem du deine stinkende, schmutzige Kleidung und deine lächerliche Krawatte zusammengesammelt hast, machst du dich auf dem Weg zur Rezeption, um dem Mysterium deiner Existenz auf den Grund zu gehen. Schon bald erfährst du, dass dies nicht das einzige Geheimnis ist, das es zu lüften gilt. Ein Mordfall hat sich ereignet und du bist hier, um ihn aufzulösen. Obwohl die Handlung oberflächlich betrachtet wie ein Klischee klingt - Detektiv auf der Suche nach dem Sinn seiner Existenz, während er den Fall seines Lebens löst - ist vom ersten Augenblick an ersichtlich, dass D.E. kein generisches Rollenspiel ist. Nämlich dann, wenn der anfangs namenlose Protagonist innere Dialoge mit diversen Hirnarealen oder Kleidungsstücken führt oder sich abwechselnd seine Fähigkeiten zu Wort melden, die nichts unkommentiert lassen und für Lacher sorgen oder mitunter nützliche Einblicke bieten. D.E. besteht aus Unmengen an Text. Eine Million Wörter, laut Angabe des Entwicklers, machen sämtliche Dialoge recht ausschweifend. Ich habe jeden einzelnen davon genossen, jedes Wort in mich aufgesogen. Der Schreibstil ist so unglaublich gut, so bildhaft, dass es mich nicht gestört hätte, wenn D.E. als Textabenteuer ohne grafische Oberfläche dahergekommen wäre. Das Setting, eine fiktive "urban fantasy" Welt, die einige Details mit der Realität gemein hat, ist wahnsinnig detailiert ausgearbeitet und komplex, so dass ich Probleme hatte, mir sämtliche Namen und historischen Ereignisse zu merken. Politik spielt eine zentrale Rolle. Neben dem Lösen eines kuriosen Mordfalls gibt es unzählige Extra-Aufgaben zu lösen. Manche davon offenbahren sich dem Spieler nur, wenn er ganz bestimmte Wege einschlägt oder Antworten vergibt, die mitunter so abstrus wirken, dass einem überhaupt nicht in den Sinn kommen würde, dass sich darunter ein eigener, teils komplexer, Handlungsstrang verbirgt. Manche dieser scheinbar unwichtigen Nebenermittlungen sind sogar auf überraschende Weise mit dem Hauptfall verbunden. Das Finale kommt zwar nicht mit einem "Kabumm", doch die Art und Weise, wie alles miteinander verwoben ist und mehrere Details zusammenfließen und plötzlich Sinn ergeben ist auf eine besondere Weise befriedigend. Der Humor trifft exakt meinen Geschmack und ich habe beim Spielen ständig Screenshots anfertigen müssen, weil ich aus dem Lachen kaum herausgekommen bin. Trotzdem ist D.E. keine Komödie. Unter der lustigen Oberfläche verbirgt sich die tragische Geschichte einer gescheiterten Existenz, in dessen Psyche das Spiel einen überraschend tiefen Einblick bietet. Unangenehme Themen wie Alkoholsucht oder Liebeskummer werden mit einer Detailgetreuheit aufgegriffen, die man in Medien normalerweise vermissen lässt. D.E. traut dem Spieler eine gewisse Kompetenz zu, zwischen den Zeilen lesen und eigene Zusammenhänge herstellen zu können. Eine erfrischende Abwechslung zu anderen modernen Spielen, in denen der Spieler sämtliche Gedankengänge auf dem Silbertablett präsentiert bekommt. Über Gesinnung des Spielcharakters kann der Spieler selbst entscheiden, was hier weit über das typische Gut/Böse-Schema hinausgeht. Vom egomanischen, wahnsinnigen Partygänger zum politischen Fanatiker bis zum ängstlichen Langweiler - alles ist möglich, in jeder Kombination. Die Handlungen des Protagonisten ziehen (teilweise recht unerwartete) Folgen nach sich. Was in Rollenspielen durchaus so üblich ist, aber fast immer an ein Baukasten-Schema erinnert, nimmt bei D.E. feinste Nuancen mit so einer Fülle an Variablen an, dass ich mich frage, wie eine solche Leistung überhaupt bewerkstelligt werden konnte. Die Charaktere in D.E. wirken überraschend menschlich. Besonders bemerkenswert ist auch der Charakter Kim Kitsuragi, der sich mit seiner trockenen Art nicht nur die Sympathie der Spieler gewinnt, sondern mit dem Protagonisten zusammen eine spannende Dynamik bildet. Gameplay - RPG meets Point&Click D.E. lässt sich komplett per Mausklick steuern. Die Dialoge präsentieren sich in Listen oder Bäumen (Augezwinkern). Daneben können einzelne "points of interest" in der Spielwelt begutachtet werden. Tatsächlich würde ich D.E. eher als Hybrid zwischen Rollenspiel und Adventure betrachten. Obwohl es wie in jedem Rollenspiel Fähigkeiten gibt, in die bei Level-Up Punkte investiert werden können, verzichtet D.E. komplett auf die typischen Kämpfe. Erfahrungspunkte gibt es stattdessen für bestimmte Dialogoptionen und das Abschließen von Aufgaben. Das Skillsystem ist anders als alles bisher Dagewesene. Zwar gibt es die üblichen Kategorien Stärke, Geschick, Intelligenz und Psyche, diese unterteilen sich aber jeweils nochmals in interessante Fähigkeiten wie "Rhetorik", "Hand-Augen-Koordination", "Empathie" u.v.m., welche in Dialogen zum Einsatz kommen. Die anfängliche Punktevergabe wirkt sich darauf aus, wie weit die Fähigkeiten einer Kategorie im Spielverlauf maximal gesteigert werden können. Kleidung oder diverse Substanzen beeinflussen Fähigkeitswerte jedoch darüber hinaus. Wie in einem Pen&Paper Rollenspiel entscheiden Würfel basierend auf dem Fähigkeitswert und der Schwierigkeit des Wurfes über den Erfolg. Es gibt sowohl aktive, mit Gelingwahrscheinlichkeit angekündigte, als auch passive Checks, die im Hintergrund ablaufen und darüber entscheiden, welche Hilfestellungen sich während der Dialogwahl bieten. Darüber hinaus entwickelt der Protagonist im Handlungsverlauf diverse "Ideen", über er aktivieren kann und die ihm bei zufriedenstellendem Abschluss des Gedankengangs potenziell permanente Boni bieten. Vielleicht. Der Protagonist kann im Verlauf der Handlung sterben oder wahnsinnig werden, wenn seine Gesundheit oder Moral genügend Schaden nehmen, was bei körperlichen Auseinandersetzungen oder unangenehmen Erlebnissen der Fall sein kann. Wenn sich der Protagonist zum Abschluss eines Tages zum Schlafen legt, regenerieren beide Balken vollständig. Das Spiel lässt sich jederzeit speichern oder neu laden. Alles Andere - Nebensache Die Grafik ist ansprechend und stilistisch zum Stimmung des Spiels passend, ebenso wie die unaufdringliche, aber leider etwas repetitive, Musikuntermalung. Die Dialoge sind ordentlich teil-synchronisiert. Fazit: Da Disco Elysium für mich persönlich eines der besten Rollenspielerfahrungen ist, die ich je hatte, mit einem Schreibstil, der andere Rollenspiele vor Neid erblassen lässt und einem Humor, der exakt meinen Nerv trifft, wollte ich unbedingt eine Empfehlung aussprechen. Trotzdem habe ich den Eindruck, diesem Spiel mit meinem Review einfach nicht gerecht werden zu können. Man muss es selbst erlebt haben. Absolute Meisterleistung! Danke ZA/UN! Folgt GGC-Curations, wenn ihr mehr Reviews wie dieses lesen wollt.Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Für die ganz ganz ganz besondere Klientel = 0,2% der Erdbevölkerung Disco Elysium ist ein heißes Brett. Schaut man sich den Wertungsdurchschnitt auf Steam an, wirft man einen Blick auf Metacritic (Metascore 91, User Score 8,4) und lässt sich dann von allen im einheitlichen Lobeschor singenden Presse-Leuten berieseln, kann man schnell den Eindruck erhalten: "Disco Elysium ist GROßARTIG und bestimmt was für ALLE!" - womöglich sogar ein Jedermann-abholendes GTA für die gesamte Familie. "Weit gefehlt, liebe Freunde der Sonne!", sage ich und glaube, dass dieses Spiel nur von wenigen Gamern ins Herz geschlossen wird und eben NUR für alle Bücher-Liebenden dieser Welt ein feiner Schmaus aus nie mehr enden wollenden Dialogen ist, der einem da lawinenartig entgegen saust. Denn eines sollte man - *schielt kurz rüber zum Entwicklernamen und zwinkert dir neckisch zu* - im "ZA/UM" halten (*badumm tsss*): Seine Erwartungen. Disco Elysium ist nämlich KEIN Spiel mit einer großen Welt. Es ist auch KEIN Spiel mit abwechslungsreichem Gameplay. Auch KEIN Spiel mit großartigen Cutscenes. Und definitiv auch KEINS, was euch nur sehr selten Backtracking-like durch die Pampa und zurück schickt. Disco Elysium ist ein interaktives Buch, welches on top noch eine RPG-ähnliche Skillmechanik mit an Bord hat, bei der ihr nach Stufenanstiegen Fähigkeiten wie "Motorik" oder "Auge-Hand-Koordination" (ist nicht beides miteinander verwandt oder gar dasselbe? DE macht da aber - warum auch immer - einen Unterschied) oder "Rhetorik" verbessern könnt - Hauptsache viele Skills und entsprechend viele Skillchecks in den Dialogen. Diese seht ihr immer, BEVOR ihr sie ausführt - also könnt ihr auch warten und euch später ranwagen, sollten die Voraussetzungen eher schlecht sein. Manche Checks sind einmalig - andere können wiederholt werden. Das Spiel beginnt in einem Hostelzimmer und wir steuern einen - für uns zu diesem Zeitpunkt noch namenlosen Mann - , der keine Ahnung hat wie er dahin gekommen ist und was er hier überhaupt sucht. Scheinbar wissen aber alle anderen von ihm und den Dingen, der er so die letzten Nächte über getan hat. Ok - die Amnesie-Story-Buildung-Karte wird mal wieder gezückt - hat man also schon 100000x erlebt. Nachdem er auf einen Lieutenant namens Kim stößt, der ihm vom Polizeirevier als Unterstützung für eine Morduntersuchung zugeteilt wurde, lichten sich nach und nach die Schatten über die Vergangenheit und Motive unseres "Helden". Besonders auffällig sind die sehr SEHR ausführlichen Dialoge, die die Basis des Spiels bilden: Sie sind eloquent, ausschweifend, detailliert und erzählen manchmal sehr vereinnahmend witzig eine zunächst interessante Geschichte. Die ersten Charaktere (Hostelmanager, Omi, die Kollegen vom Revier, Cuno, Kim) wirken alle super geschrieben, erinnerungswürdig und haben humorvolle sowie interessante Persönlichkeiten. Aber nach und nach kriegt man mit: Die Dialoge hören einfach nicht auf. Die in vielen Adventures schon hauptsächliche, aber nicht OMNIpräsente Aktion "Reden" ist - man erinnere sich bei P&Cs mal an die Verbenleiste am unseren Bildschirmrand - hier nicht nur ein Zwölftel aller Möglichkeiten, die wir geschickt und abwechslungsreich kombinieren müssen, um ans Ziel zu kommen, sondern die so gut wie einzige. Reden hier, reden da. Jeder hat natürlich 500000000000000000000000000000000000 Zeilen zu quasseln - ohne Halten und ohne Unterlass. Zeig mir mal bitte dieses Örtchen auf der Welt, in der dies die Realität widerspiegelt. Eben. Das gibt's nur in einem Buch. Da rennt ein Cop durch die Gegend und fragt Leute so viele Löcher in den Bauch, dass dem Bauch vor Zerlöcherung nicht mal eine Faser seiner Selbst übrig bleibt. Und jeder antwortet brav - in aller Ausführlichkeit. Und was nicht gesagt wird, fügt der allwissende Erzähler noch hinzu. Mich persönlich hat das müde gemacht. Ich BRAUCHE Abwechslung - ich möchte auch mal Minirätsel lösen. Ich möchte kombinieren, meinetwegen mal schleichen, eine Cutscene sehen - nur BITTE, einfach iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiirgendetwas anderes machen als mir den Mund blutig zu schnattern. Ich gebe zu: Meine Zeit des Bücherlesens ist vermutlich vorbei. Früher, als ich noch in Berlin lebte, hatte ich ständig beim auf dem Hin- und Rückweg von und zur Arbeit (jeweils 1,5h) immer viel Zeit selbige totzuschlagen. Lesen war da genau das Richtige. Heutzutage habe ich andere Projekte und Interessen - aber wenn ich mal Lust hab, liegen aktuell 2 interessante Schmöker schon bereit. Aber der Unterschied ist folgender: Das Thema habe ich mir ausgesucht und das Buch folgt einem roten Faden - Stück für Stück geht es immer ganz schnurgerade in Richtung Ziel. Das ist bei DE natürlich anders. Die Geschichte liest sich - wen Spoiler nicht interessieren, klickt hier und überzeugt sich selbst - krass nüchtern. Die gewinnt meiner Meinung nach überhaupt keinen Oscar und ließ mich bis zum Schluss kalt. Die übertriebenen Dialoge haben dazu geführt, dass ich sie irgendwann einfach nur noch weg geklickt habe, da sich die Story irgendwann in Nebenquests verliert, die für mich einfach nicht mehr relevant zu sein schienen. Kann sein, dass sie noch etwas mit dem Fall zu tun haben - direkt oder über 10 Ecken, aber Fakt ist: Das Spiel hatte mein Interesse verloren. Einfach, indem es alles auf seine einzige Karte setzt: 1x Gameplaymechanismus und 500000000000000000000000 damit einhergehenden Armeen an Dialogzeilen. Dass man innerlich noch die Facetten seiner Persönlichkeit zur Sprache bringt, indem "die Rhetorik" oder "das Schmerz-Zentrum" oder "die Logik" Einfluss auf den Spieler nehmen indem sie ihre Standpunkte darbringen, ist wirklich interessant, aber es reicht halt für mich nicht, dass ich mit der wohl kleinsten Story-Map des Jahrtausends vielleicht 10 Locations im Hafenviertel von Revachol habe, um die sich das gesamte (!!!) Spiel dreht. Wie oft ich dabei das miese Backtracking, das nur auf Glück funktionierende Fast Travel System und die überdurchschnittlich langen Ladezeiten ertragen musste ... da kann ich nur den Kopf schütteln. Bottom Line: Ich hatte sehr gehofft, dass DE spielerisch mehr Abwechslung bietet, doch stattdessen passt das gesamte Konzept auf die Innenseite eines Bierdeckels - mit Schriftgröße 72. Stellt euch auf eine Art Abenteuerbuch ein, bei dem ihr quasi ALLE Gesprächsoptionen einfach stur und konsequenzlos wiederholen könnt (, um maximalen Ertrag zu erbeuten), bei manchen Entscheidungen Würfel geworfen werden und es dann wieder in 89237458347658458 weiteren Zeilen Text mündet. Rinse and repeat. Darauf muss man tatsächlich stehen. Ich kann mir jedenfalls keinen meiner Freunde vorstellen, der begeistert mit zuguckt mir zuruft: "Mensch Patrick, bitte bitte BITTE spiel weiter - ich will definitiv wissen wie es weiter geht." - vielleicht mein Dad. Aber das wäre die einzige Ausnahme, die mir einfällt. Es ist also definitiv niemals NICHT ein Spiel für die Massen, sondern - ganz ganz ganz im Gegenteil: Ein Spiel für die Nische. Ich brauche auf keinen Fall einen Nachfolger und hätte mir diese Zeit auch sparen können. Aber wir Menschen sind vor allem eines: Emotions-gesteuerte Wesen - Euphorie und Hypes werden immer wieder aufflammen und uns von irgendwelchen Dingen überzeugen wollen. Ich hätte mir mehr eindeutige Warnungen und mehr ausgleichende Meinungen zu diesem Spiel gewünscht. Weil's das nur in geringem Umfang gibt, kommt hierdurch eine weitere hinzu. "Das ist der Weg" ;) PS: Werft doch mal einen Blick in die globalen Achievement-Statistiken. Ihr seht: Die erste und am meisten erreichbare Trophy ist eine, die aktuell nur jeder Dritte ergattert hat. Außerdem gibt's viele im einstelligen %-Bereich. Na, was sagt euch das? 🔫 Pew Pew Pew! 💥 Bock auf mehr Reviews? 🔎 🏃💨 Folge mir und verpass' keine weiteren Neuigkeiten! ⚡Mehr anzeigenWeniger anzeigen
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Ich mag es, aber es ist zu anstrengend Die Idee sich mit seinen diversen Bewusstseinszuständen zu unterhalten, die grafische und akustische Präsentation, der Weltaufbau - alles kann mich überzeugen und weckt meine Neugier. Dies ist in meiner Bibliothek an Spielen das erste, was ich gerne weiterspielen möchte, aber nicht kann. Der Grund: Zu viel Text. Wäre ich des Englischen besser bemächtigt, könnte ich mich vermutlich mehr auf die Audiosequenzen einlassen. Da der Text aber sehr anspruchsvoll geschrieben ist, verliere ich beim Zuhören öfters den Faden und muss im Anschluss oder parallel zur Audio den Text lesen. Da manche Gespräche mit einem NPC sehr lange ausufern können (wir sprechen hier gerne mal von über 30 Minuten Text lesen nur mit einem NPC), wird dies irgendwann zu anstrengend für mich. Ich merke wie mein Gehirn ermüdet. Ich habe es zu verschiedenen Tageszeiten probiert, schaffe aber maximal 1 Stunde am Stück dieses Werk aufzunehmen. Konkret ergibt sich folgendes Szenario: Man kommt von der Arbeit, denkt sich "Jetzt 1-2 Stunden schön Videospiel spielen, bisschen Fortschritt machen", betritt die Welt von Disco Elysium, sieht direkt in der Ecke, wo man steht, 3 NPCs im Abstand von 5 Metern und weiß "Das wird mein Abend sein", denn mehr werde ich nicht vom Spiel an diesem Abend sehen, nur diese kleine Ecke und endlos Text, den ich hören und lesen und teils 2-mal lesen werde, weil ich mehrere Personen, Orte und Geflogenheiten der Welt an den Kopf geworfen bekomme, von denen ich noch nie etwas gehört habe. Ich lese gerne Texte in Videospielen, aber das hier ist zu viel für mich. Strengt auch meine Augen an. Schade, ich hätte die Story gerne beendet. Disco Elysium habe ich nach ca. 9 Stunden abgebrochen. Ich habe die Story schließlich im Internet nachgelesen. Ehrlicherweise hat mich die Auflösung der Hauptgeschichte jetzt nicht wirklich beeindruckt. Die war lediglich ok. Das Spiel lebt wahrscheinlich mehr von diesen kleinen Nebengeschichten und dem allgemeinen Weltaufbau.Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Kennt ihr das? Der Stapel mit den angefangenen Spielen wird immer größer, immer wieder kommen neue, interessant wirkende Spiele hinzu. Und immer hofft man, dass dieses Gefühl von damals einsetzt: Sich ganz in ein Spiel zu begeben, mitzuleiden und zu lachen. Das Ende wäre dann immer ein trauriges, weil es vorbei ist. Aber wie oft habe ich schon vorher einfach keine Lust mehr, weil sich das Spiel nur noch nach Arbeit anfühlt... "Disco Elysium" könnte sich leicht nach Arbeit anfühlen: Es gibt so unglaublich viel Text, die Handlung ist sehr gemächlich... das soll ein Rollenspiel sein? Machen wir uns nichts vor: Es ist ein Adventure mit Rollenspiel-Elementen. Aber gerade habe ich es durchgespielt und es juckt mich in den Fingern, gleich wieder von vorne anzufangen: So lustig! So traurig! So bekloppt! Disco Elysium ist eines der intelligentesten Spiele, die ich seit langem gespielt habe. Wer einigermaßen Englisch beherrscht und wahnsinnig gut geschriebene Charaktere erleben will, wer sich von Text, Klang und künstlerischer Optik einfangen lassen kann: Kaufempfehlung!Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Eigentlich habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt, doch um ehrlich zu sein, wird mir das Spiel ZU positiv bewertet, da wirklich sehr viel einfach nur nervt und unstimmig ist. Am liebsten würde ich ein "neutral" geben, also "Daumen in der Mitte". Folgendes was ich zu bemängeln habe: - Dieses ganze nervige D-'n-D-Würfelglück. Es gibt Dialoge, da kann es schon mal eine ganze Stunde dauern, bis alles bequatscht wurde. Wenn dann nach verdammt viel Bla-Bla solch ein Würfelglück-Mist auftaucht und man den trotz 97% Erfolgschance verkackt, dann schäumt man innerlich, sodass man natürlich am liebsten den Spielstand neu laden würde. Hoffentlich hat man vor diesem NPC (oder zeitnah) gespeichert. - Zeit... "sei um 20 Uhr hier", "sei um 22 Uhr dort"... und man steht da wie blöd... selbst nach Stunden, geht keine Zeit vorbei, weil das im Spiel anders funktioniert. Interagiere mit Objekten, quatsche mit Leuten, lies ein Buch. Muss man um 22 Uhr an der Promenade sein (nein, kein Spoiler), ist aber um 21:59 Uhr dort (so wie bei mir!), dann geht diese eine blöde Minute ums Verrecken nicht rum! Also, irgendein blödes Buch im Inventar anklicken. Huch, das hat jetzt eine halbe Stunde gedauert... really? - Die Spielfigur mit Herumgeklicke durch die Gegend zu bewegen ist ziemlich anstrengend, ABER sie mit den Bewegungstasten (WASD oder Pfeiltasten) zu steuern ist oft ein übler Krampf. Dauernd bleibt man irgendwo hängen, bewegt sich fast in Zeitlupe und/oder beim "Antippen der Taste" geht man statt eines kleinen Schritts, gleich mehrere Meter. - Die Tasten lassen sich übrigens nicht ändern und das "F9" Quickload ist, erfährt man auch nirgends im Spiel. Man kann nicht einmal einen Spielstand selbst benennen, um bestimmte Sicherungspunkte anzulegen. - Es kommt unglaublich oft vor, dass man in Dialogen zwischen Pest und Cholera wählen muss, weil einem alle Antwortmöglichkeiten einfach nicht gefallen und man selbst so nie antworten würde. - Das Spiel ist extrem politisch und man wird immer wieder GEZWUNGEN, sich politisch einzuordnen. Man kann hier nur Fehler machen! Ganz nebenbei, muss man sich mit allen erfundenen Politikrichtungen auch noch befassen, ansonsten weiß man gar nicht, was man da überhaupt schwafelt. - Einige Quest sind erst gaaanz kurz vor dem Ende zu erledigen, worauf man null hingewiesen wird. Also, ich fand es SEHR anstrengend und unbefriedigend, erst einmal herauszufinden, was denn nun die "Promenade" im Spiel ist, nur um dort keinerlei Spur untersuchen zu können. Zu KEINEM Zeitpunkt. Auch nicht kurz vor dem Ende. (Schussrichtung herausfinden.) - Apropos kurz vor dem Ende: Den blöden Helm dieser "tollen" Rüstung bekommt man so spät, dass man quasi gar keine Zeit mehr hat, diesen aufzusetzen. - Viele Quest- und Logikbugs. In Dialogen werden häufig Dinge falsch wiedergegeben. Dinge, die man nie gesagt hat, Ereignisse, die sich so nicht zugetragen haben. Es ist verständlicherweise schwer, alle verknüpften Charaktere und Questverläufe stets zu berücksichtigen, aber ebenso ist es sehr nervig, wenn man Falsches einfach hinnehmen muss. - Im Laufe des Spiels kann man (ich verrate nicht wie) Kim dazu bringen, sich zu outen und sich selbst kann man dann - nach einem Gedanken - als "sexuell frei" hinstellen. Doch zu keinem Zeitpunkt kann man mal mit Kim flirten oder einfach aus Spaß mit ihm shakern. - Das Ende war für mich EXTREM unbefriedigend. Ich habe so viel noch erwartet und plötzlich: Abspann... und selbst nach dem quälend langen Abspann, kommt außer dem Hauptmenü, rein gar nichts. - Achievements, die wegen Questbugs nicht auslösen sind auch ganz toll, ja. - Das Spiel ist 10% Charakerbau, 20% permanenter Kostümwechsel, 50% Herumgerenne und 175% Gelaber, Gelaber, Gelaber... sooooo viel ohne Sinn und Belang, aber man möchte ja ALLES besprechen um nichts zu verpassen und um in anderen Dialogen punkten zu können. (Ja, ich weiß natürlich, dass die 100% überschritten sind. Die Übertreibung ist absolut beabsichtigt. Und korrekt.) - Das Spiel verkommt auch schnell zu einer Quickload-Orgie, weil man nur 3% Erfolgschance (bei diesem Würfelmist) hatte, aber UNBEDINGT es schaffen wollte (Klamotten natürlich vorher berücksichtigt), dies zu bestehen. Richtig Spaß macht es, wenn direkt nach dem Failen, eine Sequenz abgespielt wird, in der man eben nicht F9 drücken kann und diese immer und immer und immer und immer wieder anschauen muss, weil man Dank 3% ja permanent verkackt! An solch einer Stelle kann es ernsthaft STUNDEN dauern, bis man es endlich gepackt hat! Doch was mich am allerschlimmsten getroffen hat: - Es ist quasi egal, wie man spielt. Ich versuchte so anständig wie möglich zu sein. Doch hätte ich auch der Voll-Asi bleiben können, es hätte NICHTS wirklich beeinflusst. Am Ende bin ich weder rehabilitiert, noch kann ich ein "Happy End" irgendwie bezwecken. Kim hat sogar ein paar negative Sachen als Abschluss-Plädoyer über mich gesagt, die weder stimmten, noch so passiert sind. Autsch! Es fällt mit trotz dieser vielen Kritikpunkte (die sogar noch mehr werden würden, würde ich mir noch etwas Zeit zum Nachdenken geben) schwer, das Spiel negativ zu bewerten. Man bekommt das (leider trügerische) Gefühl, moralische Antworten geben zu können, die etwas Bewirken. Die Sprecher sind hervorragend, der Grafikstil war absolut nicht meiner (was aber nicht in die Bewertung hier mit einfließt). Ich habe es im Angebot für knapp 14 Euro gekauft und hatte 78 Stunden Unterhaltung (okay, 1/3 davon waren locker Quickload & Repeat). Fühlte sich oft jedoch wie eine Never-Ending-Story an, weil man wirklich oft das Ende eines Dialogs herbeisehnt! Kauft es im fetten Sale, ansonsten lieber nicht. So empfinde ich es jedenfalls.Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Gutes Spiel aber zwei Sachen müsst ihr wissen bevor ihr es kauft: Es ist ausschließlich in Englisch. - Und zwar in wirklich anspruchsvollem Englisch. Ich spreche fließend aber brauch trotzdem nebenbei den Google Translator. Es ist einfach teilweise sehr skurril oder auch poetisch geschrieben, daher kommen Wörter vor die man absolut noch nie gehört hat. Sollte Englisch also nicht eure Stärke sein, rate ich euch, auf eine Version in eurer Sprache zu warten. Die meiste Zeit verbringt man mit Lesen. - Ich würde mal behaupten das man 85% damit verbringt sich im Spiel zu unterhalten somit also fast pausenlos Texte liest. Und zwar nicht kurz mal blabla, sondern wirklich laaaange Unterhaltungen. Gefühlt 10% davon sind vertont. Wer also ungeduldig ist oder darauf wenig Lust hat sollte dieses Spiel ignorieren. Wer mit diesem beiden "Hürden" leben kann, kann sich sicherlich auf ein tolles und vor allem besonderes Spiel freuen.Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Ich habe tatsächlich 50h im Spiel verbracht, die Geschichte mit Interesse verfolgt und mich gut unterhalten gefühlt. Ich dürfte daher eigentlich keine negative Rezension schreiben. Die Vertonung ist super. Disco Elysium ist ein vielstündiges interaktives Hörbuch zum Mitlesen. Die Sprachausgabe ist allerdings nur auf Englisch, und die Dialoge haben ein sprachlich sehr hohes Niveau. Mit einfachem Schulenglisch kann man da oft nicht folgen. Die Geschichte ist spannend, der Kriminalfall erfährt einige Wendungen und Überraschungen, bevor die Ermittlungen gelöst werden können. Die Welt wird sehr komplex und tief vorgestellt: mit den konkurrierenden Gesellschaftssystemen, dem Kapitalismus, den internationalen Verflechtungen, der Arbeiterbewegung, den Kommunisten, den Faschisten, den Schmerzen eines verlorenen Krieges. Die Präsentation ist interessant, sie sprich psychologisch viele Aspekte der unterschiedlichen Gedanken und Stimmungen an, die in einem Menschen herrschen. Allerdings hat Disco Elysium am Ende bei mir einen faden Nachgeschmack hinterlassen. Das Würfelsystem hat mich extrem genervt. Das hatte zur Konsequenz, dass ich sehr bald vor jedem Gespräch gespeichert habe, nur um das Gespräch anschließend ein zweites Mal im Schnelldurchlauf führen zu können, nachdem ich zuvor erfahren habe, welchen Skill ich gerade bräuchte, und welche Kleidung ich dafür am besten vor dem Gespräch anziehen sollte... Den Würfelwurf beim Skillcheck nicht zu schaffen war eigentlich nicht akzeptabel für mich, da ich dadurch einige interessanten Aspekte der Geschichte komplett verpassen würde. Nicht selten habe ich dann mehrmals geladen bis der Check bei einer Chance von 48 % oder 78 % endlich gut war. Im Prinzip hatte ich immer das Gefühl es steht 50:50, egal wie der Ausgangswert war. Ich habe tatsächlich Würfe mit 3 % geschafft und Würfe mit 97 % vergeigt. Zunächst dachte ich mir, na gut, es tun sich bestimmt andere Optionen auf, die Quest weiterzuführen. Am Ende war es aber dann tatsächlich nur der eine Skillcheck im Gesprächsverlauf, der über Hü oder Hott entschieden hat. Verstört hat mich auch die soziale Beziehung meines Protagonisten zu seiner Umwelt: Ich beginne mit einem totalen Gedächtnisverlust. Die Leute verachten mich, und lassen es mich offen spüren. Ich bin wohl ein Verlierer, der säuft und andere tyrannisiert hat? Ein Tiefpunkt wird schnell erreicht, wenn ich versuche eine Leiche von einem Baum zu nehmen, mir dabei die Seele aus dem Leib kotze und zusätzlich von übelst asozialen Kindern ausgelacht, beleidigt und „zur Bitsch“ gemacht werde … Nach 50 Spielstunden hat sich das Bild leider nicht gewendet. In der Abschluss-Sequenz, nachdem ich gerade den Fall gelöst habe und die Insel vor dem gröbsten politischen Schaden bewahrt habe, (Ich hatte eigentlich das Gefühl das war so ne Art Happy End?) wirft mir das Spiel einen Gesprächspartner entgegen, der mich aggressiv angeht und beschimpft und mit seiner Verachtung gegen mich nicht spart. Wer Interesse daran hat, einem gebrochenen Mann dabei zuzusehen, wie er sich selbst weiter zu Tode säuft und permanent zur Witzfigur macht, sollte Disco Elysium spielen. Ich hatte tatsächlich versucht, die Kurve zu kriegen, nicht mehr zu saufen, Exzesse zu vermeiden und vernünftig mit den Menschen zu reden. Gebracht hat es nichts. Das Verlangen, das Spiel ein zweites Mal auf andere Weise zu spielen, und nun die krankeren Antworten in den Dialogen zu geben, Geld zu erpressen, Dreckhaufen nach Flaschenpfand zu durchwühlen, im Müllcontainer zu schlafen und jede Flasche Fusel zu saufen und Drogen zu nehmen, habe ich nicht.Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Habe das Spiel gleich zum Release gekauft, wo es nur in Englisch verfügbar war und dachte mir: "Ich bin ja gut in Englisch, kein Problem." Dieses Spiel hat mein Gefühl, Englisch zu verstehen, zerstört. Jetzt ist es endlich in Deutsch verfügbar und ich verstehe zwar ein bisschen mehr, aber immer noch nicht alles. Oft denke ich mir: "Meint das Spiel das jetzt ernst, oder ist das wieder ein Witz?" Wer keine Bücher mag, so wie ich, der sollte dieses Spiel lieber nicht kaufen, da man 90 % der Spielzeit nur am lesen ist. Also zumindest war dies bis jetzt der Fall. Wenn man jedoch Bücher mag, dann kann man hier sehr gut zugreifen. Man hat hier nämlich ein sehr gutes Buch mit fast unbegrenzten Entscheidungsmöglichkeiten bei Dingen wie, wer man sein will oder was man machen möchte. Ich glaube, dass ich einfach zu doof für das Spiel bin, aber das ist okay.Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Der Wahnsinn im Kopf Ein hochgelobtes Spiel, das mir erschreckend schlecht gefallen hat. Das Spiel wird über Dialoge erzählt. Sehr lange Dialoge, durchsetzt von Selbstgesprächen, Gedanken und Streitereien zwischen den verschiedenen inneren Aspekten der Spielfigur. Die geradezu endlosen Textpassagen werden immer wieder unterbrochen von rollenspieltypischen Fähigkeitstests. Mit einer in Prozent angegebenen Wahrscheinlichkeit besteht so die Möglichkeit weitere Informationen und Erkenntnisse zu erlangen. Nur dumm, wenn der Test nicht klappt, dann ist er zeitweise oder gar permanent gesperrt. Also läuft man durch die Gegend und quatscht und manipuliert weiter rum, alles in der Hoffnung, dass sich alternative Wege ergeben. Einige der vielen Aufgaben lassen sich so recht schnell erledigen, während andere gefühlt eine Ewigkeit nicht vorwärts gehen. Besonders irritierend ist das „Sterben“ aufgrund von zu wenig Moral. Völlig unerwartet entwickelt sich ein Gespräch zu einem moralischen Tiefschlag und das Spiel ist plötzlich vorbei. Mag sein, dass sich die Mehrheit von dem grafischen Stil des Spiels und den Dialogen eines verwirrten Säufers angesprochen fühlt. Bei mir war es nicht der Fall.Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Quelle: originale Steam-Nutzerrezensionen. Hilfreich-Stimmen sind eine archivierte Momentaufnahme, keine Live-Daten. Zuletzt erfasst: 14.08.2026.
