
Europa Universalis V
Preisverlauf
Letzte 36 Monate · täglich aktualisiertDie Preise umfassen Steam und 39 autorisierte Shops; gezählt werden nur reguläre Angebote. Das Diagramm zeigt wöchentliche marktweite Tiefstände und Steams offiziellen Preis über die letzten 36 Monate.
Der Preisverlauf wird in USD erfasst. Die gezeigten Beträge sind zum EZB-Kurs vom 2026-10-16 in EUR umgerechnet und dienen nur zur Orientierung; was du tatsächlich zahlst, steht auf der Shop-Seite.
01Über Europa Universalis V
Führe eine Nation durch fast fünf Jahrhunderte Geschichte: In Europa Universalis V lenkst du Diplomatie, Handel, Krieg und die Entwicklung deiner Gesellschaft, während deine Entscheidungen den Lauf der Geschichte verändern. Steam-Spielerbewertungen: 66% positiv aus 24.547 Bewertungen. Erscheinungsdatum: 4. November 2025. Oberflächensprachen: Chinesisch (vereinfacht), Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Japanisch, Koreanisch, Polnisch, Portugiesisch (Brasilien), Russisch und Türkisch.
Mitwirkende
Niedrigster Wert der letzten 36 Monate
≈ 37,81 €2026-03-22 · GameBilletBasisspiel · dieselben Daten wie in der Grafik oben; USD-Verlauf, kein regionaler Steam-Tiefstpreis.Sprachunterstützung
| Sprache | Oberfläche | Untertitel | Audio |
|---|---|---|---|
| Chinesisch (vereinfacht) | Ja | — | — |
| Englisch | Ja | — | — |
| Französisch | Ja | — | — |
8 weitere Sprachen anzeigen
| Sprache | Oberfläche | Untertitel | Audio |
|---|---|---|---|
| Deutsch | Ja | — | — |
| Spanisch | Ja | — | — |
| Japanisch | Ja | — | — |
| Koreanisch | Ja | — | — |
| Polnisch | Ja | — | — |
| Portugiesisch (Brasilien) | Ja | — | — |
| Russisch | Ja | — | — |
| Türkisch | Ja | — | — |
Daten zur Steam-PC-Version · 2026-10-19
02Vor dem Kauf
Spielmodi
Die Steam-PC-Version bietet Einzelspieler, Mehrspieler und Koop. Steam führt außerdem Cloud-Speicher auf.
Oberflächensprachen
Als Oberflächensprachen sind Englisch, Deutsch und vereinfachtes Chinesisch bestätigt.
03Häufig gestellte Fragen
Was ist das Spielziel?
Du lenkst eine von Hunderten Nationen durch fast fünf Jahrhunderte, vom späten Mittelalter bis ins Revolutionszeitalter.
Welche strategischen Möglichkeiten gibt es?
Diplomatie, Handel, Krieg und Innenpolitik prägen den Aufbau deines Reichs. Die Entscheidungen können alternative Geschichtsverläufe eröffnen.
Kann ich mit anderen spielen?
Ja. Die Steam-PC-Version nennt Mehrspieler und Koop als unterstützte Spielmodi.
“Grand strategy epic spanning 500 years with cascading systemic depth, though severe stability issues and clunky UI demand patches before the full experience shines.”
Unser Fazit
This is a game whose ambition far exceeds its execution. Paradox wanted to create the "ultimate history simulator," and they achieved about 70% of that goal.
Is it worth spending 80 hours on? If you're a veteran strategy game player, if you can tolerate instability and UI disasters, if you want to experience that feeling of "I'm creating history"—it's worth it. But don't expect it to be perfect; it's more like a half-finished product full of possibilities.
Will I start a second playthrough? Yes. But I'll wait for a few major patches.
Beliebte Steam-Rezensionen
Auswahl in der Muttersprache · 10 RezensionenDie ausgewählten hilfreichen Rezensionen in dieser Sprache enthalten Empfehlungen und Kritik. Diese Auswahl entspricht nicht der Gesamtwertung; die Meinungen beziehen sich auf die jeweils rezensierte Version.
Dieses Spiel hier ist Paradox größter Wirtschaftssimulator und da liegt auch das Problem. Ich komme hier her mit über 8000 Stunden in Eu4. Habe die Welt erobert, konvertiert, als Daimio Japan zur Imperialen Macht erhoben, als Lippe, die britischen Inseln erobert, Als Frankfurt das Inkareich gegründet. usw usw.. ich habe alle Achivements und komplett verrücktes getan. animistisches Indien zum Beispiel. Eu5 hat nichts davon. Es fühlt sich nicht an wie die Kontrolle über eine Nation sondern eher wie von 7 uhr morgens bis um 15 uhr im Büro sitzen und Exeltabellen bearbeiten. Bevölkerung managen, Gebäude bauen nur um 0,04 Dukaten mehr zu haben, Kabinettberater umstellen Kontrolle in der Provinz verbessern. durch ein Event pissigen Adel bekommen, Kabinett abstellen um für die nächsten 20 Jahre diese Rebellen zu beseitigen. Das ganze auf Geschwindigkeit 5, weil sowieso nichts passiert, und selbst wenn was passiert, es einen nicht tangiert, interessiert. oder anderweitig Wellen schlägt. 1346 kommt die Pest, sorgt dafür das die bisher 10 gespielten Jahre, dich 40 Ingame Jahre zurückwerfen, dein anderer Kabinettberater Migration fördert um deinen nun entvölkerte Hauptstadt wieder aufzubauen und schon ist 1390. Glückwunsch, sie sitzen immernoch in den 4 provinzen in Hessen und haben nichts erreicht. Handel und Steuern sind automatisiert, weil es nicht juckt, es fühlt sich alles träge und unnötig aufgeblasen an. Märkte sättigen Produktionsketten bauen ist nicht Europa Universalis es ist Victoria 3 in nen anderen Kleid und man merkt es. und dafür bin ich nicht hier. Ich glaube es gibt genügend Kommentare über die allgemeine UI sodass ich mich nicht sonderlich darüber auslassen muss. meine Punkte sind. Wer brauch die Herrscherportraits, Stammbäume, und die Stammbäume deiner Höflinge? Wenn Eu5 groß mit PUs und anderen Mechaniken arbeiten würde in der Richtung. aber nein. meine größte Entdeckung war, der Herzog von Lüneburg ist der Bruder vom Bischof in Minden. danke Paradox. Der Detailkartenmodus für Bevölkerung, triggerd PTSD, Der Kontrollkartenmodus hingegen Enttäuschung, das nach 20 Jahren Ingame mit bau von Gebäuden und Straßen ich immer noch keine wirklich erhöhte Kontrolle im Nachbardorf habe. Alle 2 Sekunden kommt die Benachrichtigung, das der Waffenmacher in der Altmark -0.01 Dukaten macht. Ich die Situation " 100 jähriger Krieg" nicht wegklicken kann weil, sie wie gesagt mich nicht interessiert. und das 60 fürsten scharf sind auf meine grade in den Stammbaum gekommene Tochter für ne Staatsehe von kleinstfürsten , von denen ich keine Ahnung habe wo diese überhaupt auf der karte sind, und ehrlich zu klein sind als das es mich kümmert. Eu5 ist sicherlich kein Hoffnungloser Fall, aber für mich fühlt es sich an wie ein Flickenteppich. Hier Ck3 Portrait. das Victoria Wirtschaft, hier ein bisschen Imperator Rome Bevölkerung. Ich selber bin im 10. Video über Wirtschaft und andere Mechaniken um dieses Spiel ansatzweise zu verstehen und je mehr ich mir anlese und anhöhre und anseh. desto weniger Spaß habe ich das Spiel nochmal zu starten, und wieder durch den selben Prozess zu gehen mit einer anderen Nation. ich habe Videos über Moskau die Hanse, Kastilien, Schottland, Lüneburg, Mailand, Osmanen gesehen.. und meine Bereitschaft eine andere nation anzufassen sinkt mit der Stunde, weil ich wirklich dieses Spiel mögen will aber , es so aufgeblasen ist es tilgt jede Freude. Edit : Update nach 35 Stunden Zu diesem Punkt habe ich 3 Spielstände mit 3 weiteren Nationen hinter mir. Um den Spiel einen weitere Chance zu geben,zu sehen ob es " skill Issue" oder nicht genügend " selbst Erfahrung" etc ist, und natürlich weil es 60€ gekostet hat und ich beschlossen habe mein Geld aus diesem Spiel zu bekommen. Was ich nun nach weiteren Stunden zu adressieren habe. Zoom in: deaktiviert die 3D Modelle. Es ist so ein riesen Problem, wenn sie aktiviert sind Nationen zu unterscheiden vor allem Spielt man in einer Region mit kleinen Provinzen wo sowieso schon nichts lesen kann es sei denn man zoomed rein und dann verschwindet die Länderfarbe,.. aka HRE. Das ganze nimmt viel optischen Druck weg und entmüllt den Bildschirm. Crash Probleme: Ich weiß nicht ob es an meinen PC liegt oder am Spiel aber wenn man häufig pausiert, das spiel hängt sich manchmal beim Laden von Events auf und weigert sich weiter zu laufen. Pest und Krankheitsmechanik: Nach dem nun 8. Spielstand ignoriere ich es. all die Entscheidungen, zur Pestbekämpfungen kosten Stabilität. bringen nichts. und bevor jemand etwas sagt. ich habe meine Straßen abgerissen und Krankenhäuser/ haus errichtet, hab Heilmittel gekauft, etc... 240k Lüneburg runter auf 150k. Zweiter Durchlauf. selbes alles, . Pest ignoriert: 230k auf 190k.. erkläre mir einer bitte die Mechanik dahinter. Baumenü und generelle Tooltips: Lieber Gott lass Abend werden. Es ist absolut unübersichtlich. es gibt die Kategorie Funktion und Suchfunktion ja, hilft es mir wenn ich ein Gebäude nicht bauen kann obwohl ich es können sollte? Der Tooltip scheint nicht zu funktionieren. Das folgende regt mich wirklich auf. Warum kann ich in Verden ein Arsenal bauen, um endlich reguläre Truppen zu bauen. und in der Hauptstadt die Serganterie.. warum kann ich in Lübeck mit seinen 40k leuten und 80% Kontrolle kein Arsenal bauen? warum nicht in Hamburg mit 34k? weil unbekannte Gründe, aber ich kann meinem Vasallen Halbersatdt 3 Arsenale in 9k hauptdorf ohne Stadtstaus hinkleben?! die KI: und hier nur aus eigenenr Erfahrung Böhmen! Es ist mir so egal was für ein Titan der Osmane, der Franzose, Kastillier, Engländer oder Portugiese war in Eu4. Ich gehe lieber jede Spanische Insel und kolonie belagern als das ich mit Böhmen deale.... Es startet mit 10 vassalen? Mähren und Schlesien auf alle Fälle und als Kaiser. ok, Powerhouse.. Der fakt das es 1360 und Böhmen nun 65 Vassallenstaaten im Reich hat, und rdm vor meiner Haustür Hamburg und Bremen vasalisiert ist lächerlich. zusätzlich diese absolut zufällig eroberten Gebiete?! Was ist der Grund warum Böhmen auf einmal Stade hält?.. nur Stade.. nicht Bremen drum herum.. die waren nicht mal im Krieg miteiander,Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Bei mir hauen meine undankbaren Untertanen in Scharen aus Mähren ab und ich habe noch nicht herausgefunden, woran es liegt. Aber ich werde dahinterkommen, wer dahintersteckt. Und wenn es das Letzte ist, was ich tue. Herrlich.Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Letztes mal gespielt am 09.07.2026 EU5 ist gleichzeitig das beste und das frustrierendste Spiel, das Paradox jemals entwickelt hat. Es gibt wahrscheinlich kein Spiel, bei dem mir eine negative Bewertung schwerer fällt als bei Europa Universalis V. Ich habe das Spiel direkt zum Release gespielt, mehrere hundert Stunden investiert, anschließend bewusst eine längere Pause gemacht und bin jetzt zurückgekehrt, um zu sehen, wie sich das Spiel entwickelt hat. Mein Fazit nach über 250 Stunden: EU5 ist objektiv wahrscheinlich das ambitionierteste Grand-Strategy-Spiel, das Paradox je entwickelt hat – und genau daran scheitert es momentan. Das größte Problem ist für mich nicht das Balancing einzelner Länder, sondern das Design der Systeme. Die Wirtschaft ist fantastisch, aber ihre Skaleneffekte sind so stark, dass Länder mit guten Startressourcen den anderen im Laufe der Zeit immer weiter davonziehen. Böhmen ist dafür das beste Beispiel. Selbst nachdem Paradox das Expansionsverhalten abgeschwächt hat, bleibt Böhmen fast immer eine wirtschaftliche Supermacht. Es muss gar nicht mehr halb Europa erobern – seine Wirtschaft erledigt den Rest. Ähnlich sieht es bei Frankreich aus. Frankreich expandiert heute zwar kontrollierter, gleichzeitig wurden aber viele seiner natürlichen Gegenspieler ebenfalls abgeschwächt. Das Ergebnis bleibt nahezu identisch. Genau deshalb glaube ich nicht, dass EU5 ein Balanceproblem hat. Es hat ein systemisches Problem. Die Ressourcenverteilung wurde vermutlich historisch aufgebaut, funktioniert aber mit dem neuen Wirtschaftssystem nicht mehr sauber. Gold, Edelmetalle und andere Schlüsselressourcen erzeugen heute enorme Skaleneffekte. Das macht manche Regionen dauerhaft überlegen. Dieses Problem lässt sich nicht mit ein paar Zahlen lösen, weil jede Ressource das gesamte Wirtschaftsgefüge beeinflusst. Auch Historie und Sandbox geraten für mich immer wieder aneinander. Brandenburg ist das beste Beispiel. Die historische Wittelsbacher-Mechanik sorgt regelmäßig dafür, dass Brandenburg – und damit auch die KI – massiv ausgebremst wird. Dadurch fehlt Mitteleuropa eines seiner wichtigsten Gegengewichte gegen Böhmen. Das Ergebnis ist nicht mehr historische Atmosphäre, sondern ein vorhersehbarer Spielverlauf. Ähnlich geht es einigen kleineren Nationen, die nicht deshalb schwer sind, weil sie klein starten, sondern weil mehrere Systeme gleichzeitig gegen sie arbeiten. Ein weiteres großes Problem ist die KI. Ehrlich gesagt überrascht mich das nicht einmal. EU5 verlangt der KI gleichzeitig Entscheidungen über Wirtschaft, Infrastruktur, Handel, Kriege, Diplomatie, Versorgung, Politik und vieles mehr ab. Das ist unglaublich komplex. Das Ergebnis ist leider eine KI, die häufig überfordert wirkt. Der gefährlichste Gegner in meinen Partien war deshalb erstaunlich oft nicht Frankreich oder Böhmen – sondern meine eigenen Verbündeten. Wenn der Verbündete mit 40.000 Mann beschließt, während der entscheidenden Schlacht lieber einen Spaziergang durch Polen zu machen, fragt man sich irgendwann, ob man nicht versehentlich den Schwierigkeitsgrad "Sabotage" aktiviert hat. Komplexität ist für mich grundsätzlich nichts Negatives. Im Gegenteil – genau deshalb spiele ich Paradox-Spiele. Das Problem ist der Spielfluss. Viel zu oft verbringt man lange Zeit auf höchster Spielgeschwindigkeit und wartet darauf, dass Ratsmitglieder, Kulturintegration oder Verwaltungsprozesse endlich abgeschlossen sind. Man hat Geld. Man hat Armeen. Man möchte spielen. Das Spiel antwortet gefühlt nur: "Bitte ziehen Sie eine Wartenummer." Komplexität sollte interessante Entscheidungen erzeugen – nicht Leerlauf. Auch Kolonialisierung fühlt sich momentan zu schwach an. Historisch war sie der Weg, um mit kontinentalen Großmächten wirtschaftlich mitzuhalten. In EU5 lohnt es sich häufig mehr, einfach die eigene Heimatwirtschaft weiter auszubauen. Das nimmt einem der spannendsten Spielstile viel von seiner Bedeutung. Mein größter Kritikpunkt lautet deshalb: Seit Release sehe ich hauptsächlich Schadensbegrenzung. Frankreich expandiert etwas weniger. Böhmen expandiert etwas weniger. Aber beide bleiben trotzdem fast immer die dominierenden Mächte. Die Symptome wurden abgeschwächt, die Ursachen bestehen aus meiner Sicht weiterhin. Und genau deshalb fällt mir diese Bewertung so schwer. Ich habe diesem Spiel zum Release bewusst einen Vertrauensvorschuss gegeben, weil ich überzeugt war, dass Paradox diese grundlegenden Probleme mit der Zeit lösen würde. Nach meiner Rückkehr sehe ich leider vor allem kleine Pflaster, aber keine Operation am eigentlichen Problem. Deshalb kann ich EU5 aktuell leider nicht guten Gewissens empfehlen. Nicht weil ich glaube, dass es ein schlechtes Spiel ist – sondern weil ich glaube, dass es das Potenzial hat, das beste Grand-Strategy-Spiel aller Zeiten zu werden und dieses Potenzial im Moment noch nicht ausschöpft. Falls jemand von Paradox diese Rezension liest: Bitte versteht sie nicht als Angriff. Ganz im Gegenteil. Ich schreibe sie nur deshalb, weil ich dieses Spiel liebe und weil ich sehe, was daraus werden könnte. Im Moment fühlt sich EU5 für mich an wie ein Ferrari mit angezogener Handbremse. Der Motor ist fantastisch. Das Fahrwerk ist brillant. Die Ingenieurskunst ist beeindruckend. Man erkennt in jeder einzelnen Spielstunde, welches Meisterwerk hier eigentlich entstehen könnte. Und genau das macht es so schmerzhaft. Ich bewerte dieses Spiel nicht negativ, weil ich keinen Spaß hatte. Ich bewerte es negativ, weil ich bei jeder Kampagne sehe, wie unfassbar nah EU5 daran ist, das beste Grand-Strategy-Spiel aller Zeiten zu sein – und wie es sich immer wieder selbst im Weg steht. Die größte Enttäuschung ist für mich nicht der aktuelle Zustand des Spiels. Die größte Enttäuschung ist, dass ich nach all der Zeit nicht das Gefühl habe, diesem Ziel heute näher zu sein als zum Release. Ich hoffe von Herzen, dass ich eines Tages zu dieser Rezension zurückkehren und sie löschen muss. Denn nichts würde mich mehr freuen, als festzustellen, dass ich mit jeder einzelnen Zeile falsch gelegen habe. Aber heute kann ich das leider nicht behaupten.Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Es ist endlich da! Was für ein monumentales Monster von einem Spiel. Was für ein stabiler Release. Es macht Spass sich reinzuarbeiten, Pläne zu schmieden, diese umzusetzen nur das irgendwas oder irgendwer dazwischen funkt und alles übern Haufen wird. Glatte 100/100 Punkte. Das perfekte Spiel für Leute die ihr Leben satt haben und keinen Bock auf soziale Interaktionen mit ihrer Umwelt haben. Jede Minute ingame saugt einem direkt die Lebensenergie aus dem Leib. Johan das Spiel ist deine Mona Lisa.Mehr anzeigenWeniger anzeigen
nun ja verglichen mit EU 3 oder EU 4 lässt es massiv nach, ganz ehrlich als jemand mit ca 6k in in eu 4 oder mit 5k in eu 3 enttäuscht es mich massiv Früher – insbesondere in EU3 und EU4 – war Europa Universalis vor allem eine gelungene Mischung aus Diplomatie, Krieg und Wirtschaft. Vor allem die Balance zwischen diesen drei Bereichen hat das Spiel ausgemacht. Jetzt, auch nach rund 100 Spielstunden, fühlt sich EU5 jedoch eher wie eine Mischform aus Victoria und Crusader Kings an. Viele neue Mechaniken wirken nicht mehr wie EU-typische Entscheidungsfreiheit, sondern wie CK-/VIC-artige Einschränkungen. Ein besonders extremes Beispiel: Während man sich im Krieg befindet, kann man keinen weiteren Krieg erklären. Wenn Aufgebote bereits ausgehoben sind, kann man ebenfalls keinen Krieg erklären. Aus spielmechanischer Sicht ergibt das wenig Sinn – vor allem nicht für ein Spiel, das traditionell auf strategische Flexibilität und opportunistische Kriegführung ausgelegt war. Wenn ich CK oder Victoria spielen möchte, spiele ich CK oder Victoria. EU5 dagegen wirkt an manchen Stellen, als hätte es seine eigene Identität verloren. Für manche mag das gelungen sein, aber für mich hat das aktuell wenig mit dem klassischen EU-Spielgefühl zu tun. Ein weiteres Beispiel, das die Balanceprobleme besonders deutlich zeigt: Man kann in EU5 Ungarn spielen, über 400 Jahre hinweg nichts erobern, keinerlei Expansion betreiben – und trotzdem am Ende stärker dastehen als ein gut gespieltes Osmanisches Reich, das die halbe bekannte Welt erobert hat. Das ist spielmechanisch wie historisch völlig unlogisch. Natürlich sollte „Tall Play“ belohnt werden. Das ist kein Problem. Aber die aktuelle Gewichtung wirkt überzogen. Werte wie „Nationalität“ oder „ethnische Einheit“ spielen eine unverhältnismäßig große Rolle – und das ist historisch gesehen fragwürdig. Im betrachteten Zeitraum (14.–18. Jahrhundert) stand Religion eindeutig im Vordergrund, nicht Nationalität. Nationalstaatliches Denken war teilweise noch gar nicht existent oder entwickelte sich erst sehr spät. Gleichzeitig hatten multiethnische Reiche wie die Osmanen, Habsburg oder Polen-Litauen keine nennenswerten Probleme, primär aufgrund der „Nationalität“ zu kollabieren – aber genau das passiert viel viel zu früh im Spiel. In Summe wirkt EU5 daher aktuell weniger wie eine Weiterentwicklung von EU4 und mehr wie eine komplette Genreverschiebung. Wer ein klassisches EU-Erlebnis sucht – diplomatische Tiefe, taktische Kriegsführung, opportunistische Expansion und wirtschaftliche Planung – der bekommt derzeit eher ein Mix-Erlebnis, das in Richtung CK/VIC driftet.Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Ich kann die ganzen Beschwerden nur halb ernst nehmen. Mal ehrlich: Ein neues Spiel, man spielt in den ersten Wochen mehrer Hundert Stunden (!) und gibt dem Spiel eine negative Bewertung? Ein gsg und Beschwerden über Komplexität? Man kauft einen Nachfolger eines Spiels mit Dutzenden Add-Ons und ist dann verwundert, dass es (noch) nicht die Tiefe des Vorgängers besitzt? Mir hat es bisher jede Menge Spaß gebracht. Eine klare Empfehlung für Strategiefans - für Gelegenheitsspieler eher nicht zu empfehlen wegen der hohen Einstiegshürden. Ich freue mich auf die nächsten Jahre EUV!Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Nicht kaufen, das Spiel ist kaum spielbar. Ich habe in meinen fast 100 Stunden fast ausschließlich in Europa gespielt, mit Ausnahme des Osmanen. Dabei habe ich mich an den empfohlenen Nationen orientiert und häufig größere Nationen gespielt u.a Böhmen, England, Mailand, Venedig, den Deutschen Orden, Florenz, Brandenburg und ein paar weitere. Egal welche Nation man spielt und in welchem Ereignis man beteiligt ist, fällt schnell auf, das vieles buggy ist oder schlicht nicht funktioniert. Ich beschreibe hier nur die 10 nervigsten Dinge. Es gibt mehr. VIEL MEHR. I. Tutorial/Tooltipps Wie immer bei Paradox Games deckt das Tutorial, egal mit welchem Land, vieles nicht ab. Wie etwa Religion funktioniert ist mir immer noch ein Rätsel. Dazu geben einem die Tooltipps und Tipps generell keine Hilfe. Du bist im Minus ? Versuch doch einfach ins Plus zu kommen :) no ♥♥♥♥ sherlock. Welche Einheit wie viel Schaden macht oder was die lustigen Symbole mit Produktionssteigerung wirklich netto bringen ist nicht nachvollziehbar. Selbiges gilt für Gebäude und den Handel. II. Automatisierungen: Am Anfang automatisiert man das meiste um nach und nach zu lernen wie was geht. Zb. ist es absolut sinnvoll den Handel zu automatisieren. Versucht man das mal selbst ist es zum verzweifeln. Handelt man am 1. März Diamanten aus Tunis wird einem bereits am 5 März wieder gesagt in Tunis hätte es nie Diamanten gegeben. Daneben fällt auf das die AI zwar bei automatisiertem Handel in Summe einen oken Job macht. Wenn man aber mit einer Handelsnation wie Venedig feststellen muss, das die AI automatisch die Hälfte des Handels mit Negativgeschäften füllt, fall ich vom Glauben ab. III. Seefahrt Es ist nirgends erklärt wie man sinnvoll seine Marine baut oder welche Auswirkungen das hat. Mit dem Osmanen hat man nach 10 Jahren in jeder Seeprovinz 100% Freibeuter ohne Erklärung woher die kommen geschweige denn wie man sie los wird, selbst mit einer mittleren 2-stelligen Flotte kommt man in EINER Seeprovinz auf 50% obwohl man alle Seeprovinzen patroulliert. Ergibt keinen Sinn. IV. Forschung und again Tooltipp Der Forschungsbaum ist riesig und vielfältig was an sich sehr toll ist. Aber im Baum wird erneut vieles unpraktisch gestaltet. Zb codieren einige Techs bestimmte Gebäude. Was diese Gebäude aber bringen steht nirgends. Nur mit Trial and error kann man rausfinden was welches Gebäude bringt und wo man es bauen sollte. In Anbetracht dessen wie viel Geld einige Gebäude kosten und wie weit man manchmal forschen muss, nur um mit unnützem Dreck zu enden ist absolut hirnrissig. Gleiches gilt für Militäreinheiten und Schiffe. Absolute Backboxen. V. Diplomatie Die Diplomatischen Mittel und Wege sind in eu5 noch vielfältiger als in Eu4 was schon cool ist. Die Idee der Diplomatikapazität ist auch ganz nice, die Umsetzung nicht im mindesten. Ja fair ich sollte als Brandenburg nicht mit Böhmen und Ungarn verbündet sein können, versteh ich. Aber als kleine Nation hat man kaum Chancen was zu reißen. Dazu kostet der Unterhalt von diplomatischen Beziehungen viel zu viel. Wenn man schon so kaum Geld hat, Gebäude bauen, Einheiten unterhalten und nicht absolut instabil sein will, bleibt am Ende kaum Geld für Diplomatie über. Als Ergebnis landet man zt verschuldet nach einem Frieden weil man einen Kredit aufnehmen musste um einen Diplomaten für einen Friedensschluss zu bezahlen. Gehts noch? VI. Antagonismus und Koalitionen Schlimm. Einfach Schlimm. Angriffskriege oder generelles Wide spielen ist quasi unmöglich. Für poplige one province kacke wie Como, wirft man sich teilweise Jahrelang in den Wartesimulator. Außerdem wird einem zwar gezeigt wie viel Antagonismus man bekommt, aber nicht erklärt wie und wann er sich endlich mal abbaut. Als Ergebnis bilden sich selbst bei sehr vorsichtigem Vorgehen irrsinnig schnell Koalitionen, welche auch quasi instand triggern unabhängig wie groß man ist und mit wem man verbündet ist. Selbst wenn die Koalition unterlegen ist, versuchen sie es trotzdem. Als Ergebnis ist man entweder komplett zerstört, hat aber nichts erobern können weil dann WIEDER eine Koalition entsteht oder der gesamte Spielfortschritt ist ruiniert. Absoluter quatsch. VII. Parlament Es nervt ultra das das Parlament nur alle paar 5 Jahre einrufbar ist. Wenn man will das das eigene Anliegen sicher Erfolg hat, muss man den Ständen starke Zugeständnisse machen, was einen häufig destabilisiert oder den Ständen massive Privilegien einräumt die man basically nie wieder los wird, besonders beim Adel. Man hat also die Wahl sich ins Bein zu schießen und ggfs. etwas schneller zu integrieren oder Straßen schneller zu bauen oder alle 5 Jahre Stabilität zu verlieren, wofür man wieder Geld ausgeben muss was man nicht hat. Selbst bei großen Nationen ist dieses System einfach nur schlimm. VIII. Stände und Rebellen Die Stände sind quasi immer in Aufruhr. Und nein nicht so eu4 in Aufruhr sondern "Dein ganzes Land fackelt ab Aufruhr". Selbst wenn man die Stände automatisch balanct, werden diese viel zu langsam wieder zufrieden. Auch hier kann man nur Gegenarbeiten, wenn man mit Privilegien um sich wirft, die nicht easy widerrufbar sind. Im großen und ganzen baut sich auch hier eine Abwärtsspirale auf, die mit großen Nationen schwer, mit kleinen gar nicht zu durchbrechen ist. Dazu kommen noch Rebellen wegen Kultur und Religion bei denen nicht erkennbar ist wie man sie überhaupt beruhigt. Schlägt man die Revolte gewaltsam nieder, beginnt der Timer für DIE SELBEN Rebellen quasi direkt wieder. Kulturänderungen und andere Kabinettsaktionen wirken da zumindest etwas gegen, aber auch wirklich nur etwas. Die Spirale wird infolge nur langsamer aber endet nicht. Damit ist das Land nach 3-4 Angriffskriegen komplett gelähmt (wenn das nicht schon der Antagonismus schafft). Krieg führen ist damit nicht nur schwierig sondern irgendwann unmöglich und raubt einem jeglichen Spaß. IX. Situationen In dem Spiel haben diverse große Nationen "Situationen" in denen Sondermechaniken greifen. Zb kann man mit England und Frankreich den 100-jährigen Krieg bestreiten oder Guelfen und Ghibbellinen gegenseitig bekämpfen. Das ist tatsächlich als Idee echt geil aber die Umsetzung ist erbärmlich. Es gibt zwar Möglichkeiten und Buttons um die Situationen zu beeinflussen, aber auch hier wird nichts erklärt. Auch das man eine solche Situation bekommt, fällt manchmal aus allen Wolken. In einem Moment ist man als Böhmen noch Kaiser des HRE, im nächsten Moment hussitisch ohne Verbündete und mit dem ganzen HRE im Krieg. Klar sollen die Situationen herausfordernd sein und ich sehe ein, dass einem dann der neue Kaiser und seine Verbündete den Krieg erklären. Von mir aus auch die Nachbarn. Aber das ich mit Böhmen plötzlich gegen eine Koalition aus dem Kaiser, meinen Nachbarn und Nationen wie Neapel und Zürich mit 100:1 Unterzahl kämpfen muss ist Schwachsinn. X. Balancing und Seuchen Das ist meinen Augen der schlimmste Punkt. Das Spiel hat quasi kein balancing. Man kann als kleine Nation nicht überleben. Wenn die eigene Nation nicht mindestens 5k Mann ins Feld führen kann ist man nach dem schwarzen Tod erledigt und erholt sich quasi nicht mehr davon. Das liegt u.a. daran das die Pest mindestens 1/3 (teilweise bis auch über die Hälfte, trotz Abschottung, Krankenhäusern etc) der Bevölkerung inklusive Aufgebote tötet. Dazu spawnt vor und nach der Pest fast alle 2-3 Jahre eine Grippe oder Typhus die die Bevölkerung auch nochmal stark dezimieren. Die Pocken ballern auch nochmal rein und töten fast immer ca 1/10 der Bevölkerung. Führt man dann auch noch (weil man es nicht besser weiß) während einer Seuche Krieg, ist man erledigt. Alles in allem greifen die Spieldynamiken nirgends konstruktiv ineinander, sondern verschlimmern sich gegenseitig anstatt zu helfen. Das Spiel hat ganz viel Potenzial, aber es spielt sich wie eine Beta. Das diese, auch noch ständig abstürzende Beta, dann auch noch 60 Euro kostet ist eine Frechheit.Mehr anzeigenWeniger anzeigen
EU V hat mich in zwei Beziehungen wirklich sehr überrascht: Zum einen ist es ein wirklich spaßiges Spiel, und zum anderen ist es wesentlich intuitiver zu erlernen, als ich erwartet habe, als ich die Berichterstattung vor dem Release verfolgt habe. Das soll nicht heißen, dass das Spiel nicht sehr komplex wäre, oder die Benutzeroberfläche nicht etwas unintuitiv wäre. EU IV ist sicherlich einfacher zu erlernen. Aber daran gemessen, wie undurchsichtig andere Paradoxspiele (insb. Stellaris und HoI IV) mir erscheinen, ist EU V doch recht verständlich. Dabei hilft, dass viele Mechaniken direkt miteinander interagieren und nicht nur durch prozentuale Effekte, ebenso wie die vielen Tooltips. Vor allem aber sind alle Mechaniken und „Akteure“ sehr haptisch und es herrscht wenig Abstraktion vor, was es (zumindest mir) erleichtert, sich in das Spiel hineinzudenken. Mir war es auch als eher ungeübtem Spieler (habe zwar viel Zeit in EU IV und HoI IV verbracht, aber mit Cheats und auf lächerlich einfachen Schwierigkeitsgraden) recht schnell möglich, das Spiel auf mittlerer Schwierigkeit halbwegs kompetent vor mich hinzuspielen. Mit den integrierten Tutorials und etwas Hilfe von YouTube (hauptsächlich Steinwallen) konnte ich innerhalb von ca. 4 Stunden das winzige Tecklenburg nicht nur gegen seine Gegner erhalten, sondern auch ordentlich expandieren. Natürlich hat das Spiel massiv Umfang und ich habe noch einiges zu lernen. Der Einstieg ist aber nicht ansatzweise so hart, wie ich erwartet habe. Dass das Spiel dabei auch schon sehr viel Spaß macht, motiviert dann natürlich nur noch umso mehr, sich weiter in die Mechaniken zu vertiefen. Bisher hatte ich auch noch keine Probleme technischer Art, wobei mir das diese (ungemoddeten!) Paradoxspielen ohnehin nie wirklich viel begegnet ist. Die teilweise aus der Spielerschaft erhobene Beschwerde, dass man das Spiel im Early Access hätte veröffentlichen sollen, kann ich bisher nicht nachvollziehen. Sollte sich das ändern, werde ich die Rezension anpassen. Negativ anzumerken habe ich bisher nur zwei Faktoren: Einerseits die Nutzeroberfläche. Diese ist zwar besser, als ich erwartet habe, und auch besser als die von CK3, aber dennoch recht verzweigt in diversen Untermenüs. Um diverse Funktionen und vor allem Kartenmodi zu finden, brauche ich da z.T. schon einen Moment länger Das zweite Manko für mich ist die generelle grafische Gestaltung des Spiels. In meinen Augen sind EU IV und CK II die beiden schönsten Paradoxspiele und Stellaris und HoI4 sind ganz in Ordnung. EU V sieht glücklicherweise nicht so sehr nach einem billigen Handyspiel aus wie CK 3, erreicht aber auch nicht die zeitlose Eleganz von EU IV. Fans von Globalstrategie kann ich das Spiel bisher auf jeden Fall empfehlen und auch Neueinsteigern würde ich bei einer gewissen Grundbereitschaft, sich in die Mechaniken einzuarbeiten, nicht von einem Kauf abraten. Alle diese Aussagen richten sich natürlich nur nach dem derzeitigen Stand des Spiels und einige Punkte werden sich sicherlich noch stark verändern, eine vollständige Rezension von EU IV kann man im Grunde ja auch jetzt erst wirklich schreiben.Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Ich schreibe nur selten negative Bewertungen, gerade bei komplexen Grand-Strategy-Spielen, weil sich viele Systeme über Updates oft noch stark verändern. In diesem Fall habe ich jedoch das Gefühl, dass mehrere grundlegende Designentscheidungen meine langfristige Motivation deutlich beeinträchtigen. EU5 verfolgt sichtbar den Ansatz einer sehr detaillierten Simulation globaler Wirtschaft, Produktion und Entwicklung. Das ist grundsätzlich interessant und ambitioniert, führt aber in der aktuellen Form dazu, dass zentrale Spielsysteme für mich weniger greifbar und spielerisch weniger bedeutend wirken als erwartet. Ein großer Punkt ist der globale Handel und die Kolonialwirtschaft. Trotz großer kolonialer Expansion – etwa in Nord- und Südamerika oder Afrika – fühlt sich der wirtschaftliche Effekt dieser Gebiete im Verhältnis zur investierten Macht und zum Risiko vergleichsweise gering an. Historisch wie auch aus Spielersicht entsteht dadurch nicht das Gefühl, dass Überseehandel wirklich eine dominante wirtschaftliche Kraft darstellt. In früheren Teilen der Reihe war dieser Aspekt zwar stärker abstrahiert, aber deutlich spürbarer und belohnender. Eng damit verbunden ist das Thema maritime Macht. Flotten und Handelsschiffe wirken in EU5 für mich weniger als aktive Werkzeuge zur Machtausübung, sondern eher als passive Elemente innerhalb einer Hintergrundsimulation. Aspekte wie das gezielte Schützen oder Stören von Handelsrouten, das Blockieren von Märkten oder das bewusste Erzwingen von wirtschaftlichen Vorteilen durch Seemacht sind nur eingeschränkt oder gar nicht spürbar. Dadurch fehlt ein zentraler Anreiz, eine große Flotte strategisch aufzubauen und dauerhaft zu unterhalten. Auch die Handelslogik selbst wirkt dadurch weniger interaktiv. In früheren Teilen hatte man stark das Gefühl, dass Kontrolle über Handelszonen, Knotenpunkte und maritime Präsenz direkt Einfluss auf den eigenen Reichtum hat. In EU5 entsteht eher der Eindruck, dass Handel im Hintergrund berechnet wird und der Spieler weniger direkte Eingriffsmöglichkeiten hat. Ein weiterer Punkt ist die globale Balance zwischen Regionen. Trotz massiver kolonialer Expansion bleiben etablierte Kernregionen in Europa wirtschaftlich oft überraschend dominant. Gleichzeitig sind bestimmte Regionen wie Indien durchgehend extrem stark und wirken in vielen Partien wie feste Machtblöcke, die kaum sinnvoll beeinflussbar sind. Das reduziert für mich die Dynamik und die Vielfalt möglicher Weltentwicklungen. Allgemein habe ich das Gefühl, dass die Simulation zwar sehr viele Systeme abbildet, aber dadurch teilweise an Konsequenz verliert. Einige Mechaniken wirken sehr detailliert und frei, während andere zentrale historische Dynamiken stark eingeschränkt oder wenig veränderbar erscheinen. Dadurch entsteht für mich eine gewisse Inkonsistenz zwischen dem Anspruch einer Sandbox und der tatsächlichen Spielwirkung. Ich verstehe den Anspruch, eine möglichst offene und realistische Simulation zu schaffen, in der sich viele Regionen unterschiedlich entwickeln können. Aktuell fehlt mir jedoch an mehreren Stellen die spielerische Konsequenz dieser Systeme – insbesondere dort, wo es um globale Machtprojektion, Handel und Kolonialreiche geht. Ich schreibe nur selten negative Steam-Bewertungen, aber bis sich das Spiel in Bezug auf diese Themen in die eine oder andere Richtung weiterentwickelt, bleibt diese Bewertung in dieser Form bestehen.Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Quelle: originale Steam-Nutzerrezensionen. Hilfreich-Stimmen sind eine archivierte Momentaufnahme, keine Live-Daten. Zuletzt erfasst: 15.08.2026.
