
Papers, Please
Preisverlauf
Letzte 36 Monate · täglich aktualisiertDie Preise umfassen Steam und 39 autorisierte Shops; gezählt werden nur reguläre Angebote. Das Diagramm zeigt wöchentliche marktweite Tiefstände und Steams offiziellen Preis über die letzten 36 Monate.
Der Preisverlauf wird in USD erfasst. Die gezeigten Beträge sind zum EZB-Kurs vom 2026-10-09 in EUR umgerechnet und dienen nur zur Orientierung; was du tatsächlich zahlst, steht auf der Shop-Seite.
01Über Papers, Please
Am Grenzübergang Grestin prüfst du als Einwanderungsinspektor die Dokumente der Reisenden und entscheidest, wer nach Arstotzka einreisen darf. Zwischen Arbeitssuchenden können sich Schmuggler, Spione und Terroristen verbergen; Dokumentenprüfung, Durchsuchungen und Fingerabdrücke helfen bei deiner Entscheidung. Steam-Spielerbewertungen: 97% positive Bewertungen aus 73.560 Rezensionen. Unterstützte Oberflächensprachen: Chinesisch (vereinfacht), Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Portugiesisch (Brasilien), Russisch, Italienisch, Japanisch, Polnisch, Ukrainisch, Tschechisch, Türkisch und Koreanisch. Veröffentlicht am 8. August 2013.
Mitwirkende
Niedrigster Wert der letzten 36 Monate
≈ 1,78 €2023-08-12 · SteamBasisspiel · dieselben Einträge wie in der obigen Tabelle; USD-Verlauf, kein regionaler Steam-Tiefstpreis.Sprachunterstützung
| Sprache | Oberfläche | Untertitel | Audio |
|---|---|---|---|
| Chinesisch (vereinfacht) | Ja | — | — |
| Englisch | Ja | — | — |
| Französisch | Ja | — | — |
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| Sprache | Oberfläche | Untertitel | Audio |
|---|---|---|---|
| Deutsch | Ja | — | — |
| Spanisch | Ja | — | — |
| Portugiesisch (Brasilien) | Ja | — | — |
| Russisch | Ja | — | — |
| Italienisch | Ja | — | — |
| Japanisch | Ja | — | — |
| Polnisch | Ja | — | — |
| Ukrainisch | Ja | — | — |
| Tschechisch | Ja | — | — |
| Türkisch | Ja | — | — |
| Koreanisch | Ja | — | — |
Daten zur Steam-PC-Version · 2026-10-12
02Vor dem Kauf
Spielmodus
Steam-PC-Version mit Einzelspieler-Spielmodus. Du prüfst Reisedokumente und entscheidest über Einreise, Abweisung oder Festnahme.
Sprache
Die angegebene Sprachunterstützung umfasst Deutsch; die Steam-Sprachliste weist keine vollständige Sprachausgabe aus.
03Häufig gestellte Fragen
Was ist deine Aufgabe?
Du arbeitest als Einwanderungsinspektor am Grenzübergang Grestin und entscheidest anhand der Dokumente von Reisenden über ihre Einreise.
Welche Prüfungen gehören zur Arbeit?
Verdächtige Schmuggler, Spione und Terroristen können sich unter den Reisenden verbergen. Die beschriebenen Werkzeuge umfassen Dokumentenprüfung, Durchsuchung und Fingerabdrücke.
Wo spielt das Spiel?
Die Geschichte spielt nach dem Ende eines sechsjährigen Kriegs zwischen Arstotzka und Kolechia, die Grestin untereinander aufgeteilt haben.
Beliebte Steam-Rezensionen
Auswahl in der Muttersprache · 10 RezensionenDie ausgewählten hilfreichen Rezensionen in dieser Sprache enthalten Empfehlungen und Kritik. Diese Auswahl entspricht nicht der Gesamtbewertung; die Meinungen beziehen sich auf die jeweils rezensierte Version.
Also ich muss wirklich sagen. Zunächst war ich nach dem Lesen anderer Tests des Spiels sehr angetan von der Idee. Letztendlich bin ich aber doch etwas enttäuscht. Was viele behaupten ist ja, dass das Spiel einen vor schwierige Entscheidungen stellt. Soll man eher eine Familie entzweien oder eher die Vorschriften ignorieren und "das Gute" tun? Solche Entscheidungen gibt es meiner Meinung gar nicht. Der Grund ist folgender: Jede falsche Entscheidung, die nicht nach den vielen und immer mehr dazukommenden Vorschriften getätigt wird, führt unweigerlich zu einer Verwarnung. Nach der zweiten Verwarnung gibt es Geldabzug am Ende des Tages. Das kann einem wirklich zum Verhängnis werden, denn durch die vielen Dokumente, die im Laufe des Spiels hinzukommen und ebenso gegengeprüft werden müssen, geht so viel Zeit drauf, dass man gar nicht so viel Geld verdienen kann. Das heißt jeder Verstoß gegen die Vorschrift führt einen näher zu einem Game Over. Das resultiert darin, dass man gar nicht auf die Schicksale oder sonstigen Storyschnipsel reagiert. Vielmehr behindert die sogenannte Geschichte dem eigenen Erfolg, da die Zeit während der Dialoge weiterläuft. Man checkt die Dokumente mühsam ab, und stempelt sich so schnell wie möglich durch. Der Erfolg der eigenen Arbeit ist der einzige treibende Punkt. Denn wie gesagt: Sonst ist das Spiel früher vorbei als man es gerne hätte. Meiner Meinung nach wäre das Spiel wesentlich besser, wenn man die Regeln und Vorschriften ab und an umgehen könnte, ohne dass es auffällt. So könnte man tatsächlich einige Schicksale beachten, einige Fehler unbemerkt begehen und sich die ein oder anderen Vorteile, die einem gegen die Vorschriften angeboten werden, greifen ohne dass es dafür zwigend eine Konsequenz gibt. Dann würde es auch passen, dass es unterschiedliche Storyenden gibt, denn jeder würde seine eigene Geschichte spielen. Letztendlich gibt es aber hier keine eigene Geschichte oder echte Konsequenzen, die sich aus der eigenen Spielweise ergeben. Wenn eine Person keinen Fehler in ihren Dokumenten hat, dann lässt man sie hindurch. Es gibt keinen Grund es nicht zu tun! Dass diese Person sich dann in die Luft sprengt, hast du garnicht vorhersehen können! Es war schlicht gescriptet! Kein eigener Einfluss! Auf der anderen Seite: Wenn jemand doch Fehler in den Dokumenten hat, lässt du ihn nicht durch, egal was er so von sich gibt, denn sonst wird dir Geld abgezogen! Denn es fällt IMMER auf! Das Spiel weiß einfach immer wenn du einen Fehler machst. Und ob dabei irgendjemand herumbettelt oder irgendwie Mitleid erregen will ist dir in dem Moment egal. Es kommen so viele Leute durch die Grenze, dass dir ein Schicksal furzegal ist. Hauptsache du kannst deine eigene Familie noch ernähren, da sonst das Spiel vorbei ist. Das heisst man klickt sich so schnell wie möglich von Person zu Person, verfolgt dabei IMMER die Regeln und hofft, dass ein wenig Geld über bleibt, was nicht gleich von den laufenden Kosten gefressen wird. In gewissen Abständen gibt es dann einen etwas anderen Einreisenden, der irgendwas von sich gibt, was mehr schlecht als Recht Missstände in der Gesellschaft beleuchten soll. Aber im Großen und Ganzen wiederholt sich zu 80% das ganze Prozedere, und die "Events" sind viel zu selten und zu lasch, als dass sie einen wirklich interessieren. Man macht schlussendlich nur noch seinen Job. Und wie ein Job fühlt es sich wirklich an! Denn nach ein paar Tagen artet das ganze in so einen Stress aus, dass erst Recht sowas wie die "Sozialkritik" oder "Geschichte" untergeht. So wie es ist kann es letztendlich nicht wirklich empfehlen. Meiner Meinung nach ist die reine Existenz des Spiels besser, als das Spiel selbst. Dass jemand eine derartige Richtung in einem Spiel eingeschlagen hat ist gut. Aber als Spiel selbst ist es nicht empfehlenswert. Vielleicht sollte man es im Museum ausstellen.Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Endlich ist es soweit. Ich habe meinen Traumjob bekommen. Leider konnte ich mich auf diesen nicht bewerben – die Staatsführung hielt ihn nicht für besonders erstrebenswert und zwangsrekrutierte auf die schnelle Grenzbeamte über eine Lotterie. Umso besser, ich diene meinem Land und erledige einen Job den sonst eh keiner machen möchte. Als Kontrolleur einer der ersten Grenzposten Arztotzka'. Die Grenzen unseres schönen Landes waren bislang vor dem Abschaum der Welt sicher, nun jedoch soll sich etwas ändern. Ich bekomme also die Aufgabe Pässe, Arbeitsgenehmigungen, Impfpässe, Einreiseerlaubnisse und ähnliches zu kontrollieren und deren Echtheit zu prüfen. Gegen eine leider eher schlechte Bezahlung. Von dieser muss ich meine Angehörigen durchfüttern (Warum zum Teufel wohnen mein Onkel und meine Schwiegermutter bei mir?), Die Miete bezahlen und für Heizkosten aufkommen. Dies kann schnell zu einem Kraftakt werden, denn ich bekomme keinen festen Stundenlohn, sondern werde für die korrekte Bearbeitung pro Antragssteller entlohnt. Ohne Einlernzeit ein Anfangs schwieriges Unterfangen. Meine Karriere lies sich jedoch nicht durch den plötzlichen Tod meines Onkels, meiner Schwiegermutter und meines Sohnes stoppen, die sich in der unterkühlten Wohnung sehr schnell den Tod holten. Gut, um den kleinen war es etwas schade, aber wenn jetzt schon die Schwiegermutter weg ist wars das Wert. Meine Holde hats schließlich überlebt und wir konnten uns durch das gesparte Geld eine nettere Wohnung leisten. Da wäre noch deutlich mehr drinnen gewesen, schließlich wurden mir Unmengen an Bestechungsgeld angeboten. Hab' ich aber lieber verbrannt. Unsere Staatsführung hat schließlich überall ihre Augen. Immerhin weiß man meine Arbeit zu würdigen. Ich habe schon 2 Auszeichnungen für meine Wand erhalten. Der Beauftragte des Außenministers hat sie mir selbst übergeben und mich dabei zutiefst gelobt – gut, er meinte es gebe noch Verbesserungspotential und er lässt mir die Auszeichnungen als Motivation da... - Ja, gut... er meinte sogar ich würde meinen Job lausig machen... Aber ich habe diese verdammten Auszeichnungen wirklich verdient! Mein Job ist nicht leicht. Jeden Tag steht eine gigantische Schlange vor der Grenze und möchte rein – und das unter Zeitdruck... Da sind auch noch Terroristen dabei, die in aller regelmäßigkeit Anschläge verüben. Einer hat sogar meinen Freund getötet... Ich hatte ihn im Visier, aber keine Munition mehr – sie kamen schließlich zu dritt und aus meinem kleinen Grenzhäuschen ist das Zielen nicht immer so leicht... Hat mich schlimmer getroffen als der Tod meines Sohnes... Ich glaube langsam echt der Job verändert mich. Ich habe ihm sogar geholfen eine alte Freundin über die Grenze zu lassen, Elisa glaube ich hieß sie. Er hat mir davor ein Medaillon mit ihrem Konterfei gegeben, damit ich sie auch erkenne. Es war die Form eines Herzens. Die beiden haben sich doch gerade erst wieder gefunden und dann kommt so ein mieser Terrorist... Zumindest ist Elisa jetzt sicher. In ihrem Land hätte man sie umgebracht hat sie mir gesagt... Ich weiß um ehrlich zu sein nicht genau wie es weitergehen soll. Immer wieder kommt jemand aus so einer Art Sekte und überreicht mir kryptische Anweisungen und schiebt dabei einen Geldstapel über den Tresen. Bisher habe ich diese Anweisungen immer ignoriert. Aber langsam frage ich mich ob sie nicht recht haben und ich tatsächlich diesen Attentäter ins Land lassen soll, der den Minister töten wird. Nein! Ich muss diese Gedanken verdrängen. Ich muss weiter machen. Schließlich muss ich mich noch um meine Frau kümmern und die Grenzen von Arstotzka sicher halten. Meine Arbeit hat sich zumindest schon etwas gelohnt. Viele wollten Waffen oder Drogen ins Land schmuggeln. Zum Glück musste ich diese Leute nicht abtasten... aber sie Nackt in einer Kammer zu fotografieren war auch verstörend. Vorallem dieser Jorji... Ihn habe ich glaube ich in den letzten Tagen öfter Nackt gesehen als meine Frau. Dieser Typ versucht es immer wieder. Zumindest bleibt er dabei freundlich, anders als viele andere. Er versteht wenigstens dass ich meinen Job mache und meine Mitbürger verteidigen möchte. Er hat es mir noch nicht einmal übel genommen dass ich ihn mehrmals in Arrest stecken lies. Dieser Jorji... Ich glaube unter anderen Umständen wäre er ein echt feiner Kerl. Egal. Ich muss jetzt wieder an die Arbeit. Bin gespannt welche neuen Regelungen sich die Parteiführung für heute wieder ausgedacht hat. Jeden Tag ändert sich was... Mal dürfen die nein rein, mal brauchen die diese Unterlagen, mal diese. Dann muss ich den Pass von Mitbürgern aus der Altan-Region konfiszieren... Und meine Ersparnisse sind auch bald wieder weg... Hoffentlich wird die Miete nicht teurer... Oder es kommt mal wieder so ein Besitzer eines Stripclubs. Da hat mir einer echt 'ne handvoll Visitenkarten da gelassen und mir Geld gegeben, damit ich die an weibliche Neuankömmlinge verteile... Man, das hat sich gelohnt... Und das ist zumindest immernoch besser als das was denen in Kolechia geblüht hätte... Ich glaube ich brauch echt kein schlechtes Gewissen haben für meine bisherige Arbeit... Man, ich hätte mir diesen Job echt leichter vorgestellt. Hoffentlich ändert sich die Zukunft. Hoffentlich wird meine Frau nicht krank. Hoffentlich brauche ich kein schlechtes Gewissen zu haben... Ein schlechtes Gewissen zu haben brauchen die Entwickler von Papers, please in meinen Augen definitiv nicht (Eine bessere Überleitung zu meinem Fazit ist mir beim besten Willen nicht eingefallen...). Das Spiel drängt einem in aller Regelmäßigkeit zu moralisch verwerflichen Entscheidungen – aber gerade dass ist der Reiz dieses Spiels. Es artet konstant in echter Arbeit aus die Pässe und sämtlichen Unterlagen zu kontrollieren, dabei keine Fehler zu machen und auf soviele Einreisende wie möglich zu kommen – aber dieser Moment wenn man genau unter diesem Druck entscheiden muss ob man das Wohl seiner Angehörigen und sich selbst aufs Spiel, oder eben nicht, ist das was jeden Spieler Entlohnung genug sein dürfte. Es ist eine Freude sich diese Qual anzutun.Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Eigentlich mag ich ja Indie-Games. Wo findet man sonst heute noch originelle Spielideen. In Papers, Please spielt ihr einen Kontrolleur eines Grenzübergangs, was ja schon irgendwie spannend klingt. Immerhin habt ihr die Macht, Leute zu verhaften, Schmiergelder anzunehmen oder Untergrundorganisationen zu helfen. Was Anfangs recht spaßig beginnt, artet leider schnell in Arbeit aus, denn das Spiel belohnt selten und bestraft heftig. Das Gehalt richtet sich nach abgefertigten Personen. Man ist also angehalten, alles recht zügig zu machen, denn das Geld reicht selbst mit Bestechungshilfen gerade so, um sich über Wasser zu halten. Jeder Fehler wird allerdings sogleich entdeckt und bestraft, und zwar nach dem zweiten Mal mit Geldbußen! Und das Spielprinzip wird leider nach ein Paar Stunden auch eintönig. Wenn man bis zu 4 Dokumente gegeneinander checken und auf jede Kleinigkeit achten muss, z.B. stimmt das Gewicht (Schmuggler?), stimmt die Größe (Fälscher?), stimmt das Bild (Gesichts-OP?), stimmen die Daten, sind die Ausweise richtig gestempelt, gibt es die ausstellende Stadt in dem Land überhaupt, steht die Person auf einer Gesucht-Liste, hat die Person überhaupt alle erforderlichen Dokumente vorgelegt ect. ect., kann man sich vorstellen, dass man irgendwann die Nase voll hat. Und Events, die eine Art Story voranbringen könnten, gibt es viel zu wenige. Und so stempelt man sich von Tag zu Tag oder in den Ruin, und merkt beim Laden eines Savegames oder Neubeginn, dass das Spiel leider viel zu wenig Abwechslung bietet, es tauchen immer wieder die gleichen Personen auf. Dazu kommt, dass das Spiel weder grafisch noch von der Steuerung her wirklich gut ist... Für ein paar Stunden war es lustig, kann man mal bei einem Sale mitnehmen.Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Ich stelle mir gerade vor wie hart das Leben als Grenzkontrolleur gewesen sein muss, damals, zu der Zeit VOR unserer deutschen Wiedervereinigung. Wenn man einige Stunden mit „Papers, please“ (=PP) verbringt bleibt das gar nicht aus, wo es doch das bildlichste Beispiel abgibt wie es wohl früher sehr wahrscheinlich zugegangen ist, an der Trennlinie zwischen Ost und West. Aber nicht nur da, auch auf andere Länder aus anderen Zeiten – so wie auch heute – lässt sich dieser Gedanke sehr gut übertragen. Man ist zwar selber (zum Glück) nie Grenzkontrolleur gewesen und kann weder aus Erfahrung sprechen noch als Zeitzeuge darüber berichten, doch Lucas Pope, der Entwickler hinter PP, gibt einem die Möglichkeit in eben diese Rolle zu schlüpfen und die Unmenschlichkeit des totalitären Staatssystens, die Ohnmacht unter dieser Tätigkeit am eigenen Leibe zu spüren. Mit allem was dazugehört. Und das auf gar nicht so unrealistische Weise. Willkommen in Arstotzka, einem mächtigen Unrechtsstaat. Welcher dummerweise auch noch unser Brötchengeber ist. :-( Der Arbeitstag beginnt. Man sitzt im engen Kontroll-Kabuff. Vor sich eine lange Schlange von Menschen, die allesamt die Grenze überqueren wollen. Das wird ein langer, anstrengender Tag. Einer von vielen, mit Glück. Die erste Person tritt ein. Der Pass landet auf dem Tresen. Man vergleicht diesen mit den Begleitpapieren, prüft diese auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Stimmt der Name? Das Geschlecht? Die Nationalität? Das allgemeine Aussehen? Erlauben die Dokumente die Einreise angesichts der täglich wechselnden Bedingungen und Regularien? Ich ersticke in Papieren. Reiseschein hier, Arbeitserlaubnis da, gelegentlich auch ein Visum oder was sonst noch mein Gegenüber mit sich rumschleppt. Alles muss ich hektisch gegenprüfen, alles korrekt abstempeln, auf Ungereimheiten achten und im äußersten Falle Fälschungen als solche sofort erkennen. Und dann ist da auch noch der Faktor Mensch. Lasse ich eine bettelnde Frau aus Mitleid passieren und weise dafür ihren prügelnden Ehemann zurück? Gebe ich einem alten, nach Arbeit suchenden Kerl die Chance sich hier in Arstotzka ein neues Leben aufzubauen? Lasse ich mich von einem Typen, der mir ganz und gar nicht geheuer ist, mit etwas Bargeld bestechen und mache mir die Entscheidung dadurch leichter? Steckt hinter dem mir vorliegendem Namen ein stinknormaler Bürger oder ein Krimineller? Ungern möchte man sich zu staatskonform verhalten, das Gewissen meldet sich schließlich auch zu Wort. Doch jede Zuwiderhandlung bleibt nicht ohne Folgen. Verwarnungen sind noch das kleinste Übel, Lohnkürzungen tun dagegen richtig weh. Verdient wird nämlich pro korrekter Ein-/Ausweisung. Miete, Heizung, Nahrungsmittel, all das will bezahlt werden. Und falls meine Frau, mein Kind oder sonstwer aus der Familie erkrankt müssen schnellstens Medikamente her, und die sind auch nicht billig. Und so steckt man in einer sehr schwierigen sowie undankbaren Situation. Immer im Kampf mit dem eigenen Moralvorstellungen, dazu noch die tägliche Sorge finanziell über die Runden zu kommen. Das artet in puren Stress aus. Man ist bemüht in der schnell verstreichenden Zeit genug Geld zu verdienen, hier und da einen armen Immigranten illegal durchgehen zu lassen, aber auch die Fehlerquote in der Kontroll-Ausführung möglichst gering zu halten. Und kein Tag ist wie der Vorherige, weil die politische Lage immerzu schwankt und auch bewaffnete Staatsgegner den Weg Richtung Grenzmauer suchen. Kurzum: Grenzkontrolle ist die Hölle. Jeden Tag. Darum macht PP keinen Spaß, jedenfalls nicht im eigentlichen Sinne. Es ist ein permanenter und gemeiner Stresstest. Es zeigt wie gut man mit der arbeitsintensiven Situation, der nervlichen Belastung, seinen getroffenen Entscheidungen und der dauerhaften Überwachung umgeht... Oder daran kaputt geht. Zudem hält es einem direkt den Spiegel vor: Wäre man ein guter oder schlechter Grenzkontrolleur? Oder anders: Wäre ich ein innerlich überzeugter Rebell oder ein gut geöltes Zahnrad des Regimessystems? PP präsentiert sich in grobpixeliger 2D-Grafik im 8-Bit-Look, gehüllt in kalt einstimmenden Farben und mit minimalsten Animationen zum Leben erweckt. Man wähnt sich in einem alten C64-Titel, dieser auf Alt getrimmte Look würde jedenfalls wunderbar in jenes Videospiel-Technikzeitalter hineinpassen. Triste Pixelart vom Feinsten – natürlich nur für die Spieler die daran automatisch Gefallen finden, der Rest muss sich wohl an diesen „Mut zur Hässlichkeit“ gewöhnen. Soundmäßig tut sich (gewollt) nur wenig, ausschließlich spärlich eingestreute Geräusche und das laute, harte, an eine Nationalhymne erinnernde Titelthema, mehr wird aus den Lautsprechern nicht gehauen. Fazit: Ein ausgezeichneter „DDR-Simulator“, wie ich PP scherzeshalber nennen würde. Er bereitet keine Freude, dafür jede Menge (An)Spannung. Sollte man sich für den nächsten Sale unbedingt vormerken wenn man es noch nicht hat.Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Aus meiner Sicht ein völlig überbewertetes Spiel. Nach und nach werden immer mehr Regeln zur Ablehnung oder Annahme der Einreisenden aufgestellt. Diese muss man dann unter enormen Zeitdruck prüfen (hey, das ist der Zoll, da darf man als Angestellter trödeln). Ob man richtig oder falsch lag, entscheiden dann häufig winzige Kleinigkeiten. Damit dies nicht zu öde wird, ist das Spiel mit kleineren Storyeinlagen gewürzt, die menschliche Tragödien ziemlich unglaubhaft wiedergeben sollen.Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Der wohl spaßigste "Papier-Kontroll-Simulator", den es überhaupt geben könnte. Bei Papers, Please handelt es sich prinzipiell um einen recht simplen und handelsüblichen Simulator, bei dem man sich in die Rolle eines Grenzkontrolleurs versetzt, der die Ein- und Ausreisegenehmigungen der Bewohner überprüfen muss. Es klingt so unfassbar langweilig, überrascht jedoch mit einem extrem spaßigen Gameplay. In dem Titel muss man so Arbeitsgenehmigungen, Ausweise, Pässe und auch die Anfrager selbst kontrollieren und an diesen Fehler und Hinterhalte entdecken. Bei jedem Bewohner gibt es genau zwei Möglichkeiten, der Person eine Antwort zu geben: Entweder, man genehmigt die Einreise, oder man lehnt diese ab und steckt den Bewohner aufgrund eines kriminellen Verdachts direkt in den Knast. Für nur 8,99€ lässt sich in Papers, Please eine Menge, Menge, MENGE Zeit vergeuden, zumal der Grafikstil obendrein auch noch überaus gelungen, wenn auch schlicht gehalten ist. Auch der Humor sowie die musikalisch Untermalung tragen zu einer gelungenen Atmosphäre bei, die den Spieler zwischenzeitlich über den autoritären Ostblock-Staat nachdenken lassen, der fast schon an die DDR erinnert. Kaufen? Ja.Mehr anzeigenWeniger anzeigen
"Papers, Please" ist eine gnadenlose Arbeitssimulation eines Grenzkontrolleurs in einem autoritären Staatengefüge. Direkt nach Start überkommt einen die akkurat kalte, trostlose Atmosphäre des perspektivlosen Arbeitsalltages des Protagonisten. Jeden Tag wälzt man sich durch Unmengen Papierkram und als wäre das nicht genug hat man auch noch den Druck genügend Arbeit zu verrichten um seine Familie durchzubringen. Bei Fehlern gibt es Geldabzug und die passieren einem bei unsäglicher Monotonie und sich ständig ändernden Vorschriften oft genug. Die häufig angepriesene moralische Ebene des Spiels existiert für mich nicht, da man 100% an seine Vorschriften gebunden ist wenn man durchkommen will. Außerdem spielt man einen Grenzwächter. Keinen Polizisten und erst recht keinen Superhelden, der das Schicksal jedes Einzelnen zu erhellen vermag. Hasst mich ruhig dafür, aber sich das Spiel zu kaufen ist in meinen Augen so, als würde man Geld dafür bezahlen, um Arbeiten gehen zu dürfen. Das entspricht nicht ganz meinem Wertesystem, aber das empfindet die Mehrheit der anderen Reviewautoren scheinbar anders. Es sei ihnen gegönnt. Das Spiel gibt recht gut die Realität in manchen Zeiten/Regionen dieser Welt wieder, aber um diese Erfahrung gemacht zu haben ist es sehr viel angenehmer sich ein LetsPlay davon anzuschauen. Keine KaufempfehlungMehr anzeigenWeniger anzeigen
"Papers, Please" ist nicht mit anderen Titeln zu vergleichen. Politische Satire? Arbeitssimulator? Kontrollfetisch? In jedem Fall ist die Indie-Perle singulär. Der kommunistische Staat Arstotzka freut sich, Dir mitteilen zu können, daß Du in der Arbeitslotterie gewonnen hast und Dich über einen heißbegehrten Job als Grenzer unseres glorreichen Heimatlandes freuen darfst. Es lebe Arstotzka! Du darfst unser Vaterland verteidigen. Am Schreibtisch. Mit dem Stempel. Denn Arstotzka bleibt kommunistisch auch wenn die konterrevolutionären Feinde um uns herum uns am liebsten wegbomben wollen. Gerade zum Weihnachtsfest sei gesagt: Den Kommunismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf! Es lebe Arstotzka! Sei Grenzer! Sei Beamter! Sei Kontrolleur! Penibel und pingelig. Unbestechlich und unnachgiebig. Für die Gesellschaft. Für unser Vaterland! Sei allzeit bereit! Es lebe Arstotzka! Bevor ich mich jetzt ganz in Propagandaschmalz verliere... worum geht es eigentlich in "Papers, Please" Wir spielen tageweise. Als Grenzer kriegen wir jeden Morgen leicht veränderte Vorschriften. Da brauchen Ausländer eines bestimmten Landes eine extra Einreisegenehmigung etwa oder eine extra Arbeitserlaubnis, wenn sie gedenken in unserem schönen Land (Es lebe Arstotzka!...tschuldigung) zu arbeiten. Oder Personen eines bestimmten Landes müssen gescannt werden. Nachdem wir unseren Laden geöffnet haben, bitten wir den ersten an unseren Tresen, er legt die Papiere vor und wir müssen sie kontrollieren. Ob Ausweisnummer und Name im Pass und der Einreiseerlaubnis übereinstimmen etwa, ob die Arbeitserlaubnis gültig ist, ob Namen übereinstimmen, das Gewicht und die Größe im Pass stimmt, das Lichtbild der Person entspricht und das eingetragene Geschlecht. Hin und wieder müssen wir zur Identifizierung Fingerabdrücke nehmen, oder Personen scannen, denn so mancher versucht Dinge zu schmuggeln oder trägt gar eine Bombe unter der Kleidung. Manchesmal ist das Abarbeiten der Kontrollnotwendigkeiten gar nicht so einfach, unser doch recht kleiner Schreibtisch hilft nicht gerade die Dokumentenflut zu ordnen. Ist alles gecheckt greifen wir zu unserem wichtigsten Werkzeug, dem Damokles-Schwert des Grenzbeamten, dem Stempel, mit dem wir die Einreise entweder genehmigen oder ablehnen. Und dann kommt die nächste einreisewillige Person dran. Im Prinzip ist das das ganze Spiel. Klingt eintönig? Ist es aber nicht. Im Gegenteil. Im Nacken hängt uns die immer zu schnell tickende Uhr. Ein Arbeitstag ist schneller vorbei als uns lieb ist, denn wir werden nach erfolgreichen Abfertigungen bezahlt. Unsere staatlich zugewiesene Wohnung, in der unsere ganze Familie ihr Dasein fristet, erzeugt laufende Kosten. Haben wir am Ende eines Arbeitstages zu wenige abgefertigt kann es sein, daß wir am nächsten Tag auf Heizung verzichten müssen, was wiederum z.B. unsere Schwiegermutter zu Krankheit oder schlimmstenfalls zum Ableben bewegen kann. Gute und dennoch zügige Kontrollarbeit ist also überlebensnotwendig, zumal wir für Fehler gerne mal mit Bußgeldern belegt werden. Im Storymodus, der neben dem Endlosmodus existiert, treffen wir immer wieder auf schwierige moralische Entscheidungen, wenn einer Dame mit falschen Papieren in ihrer Heimat etwa Folter und Gefängnis drohen. Zudem geraten wir immer wieder in Kontakt mit einer Untergrundbewegung. Sollen wir sie unterstützen oder unserem Auftrag folgen? Grafisch bewegt sich das Spiel auf einfachstem 8-Bit Niveau. Die Oberfläche ändert sich praktisch nicht, alles ist pixelig, farbarm und kantig. Und genau damit trifft es den Stil, der für den Inhalt notwendig ist, perfekt. Ebenso sind die sporadischen Sounds und die simple, sich immer wiederholende Musik passend zum Setting. Das Erstaunliche bei "Papers, Please": wir entwickeln uns in kürzester Zeit zu einem funktionierenden Beamten, werden unnachgiebig, gefühlskalt, denken nur an unser eigenes Weh, verlieren unsere Menschlichkeit. "Papers, Please" schafft es - und das ist herausragend - besser als so manche Dokumentation, die Mechanismen eines totalitären Staates am eigenen Leibe erlebbar zu machen, spürbar zu machen und das mit einfachsten Mechaniken. "Papers, Please" ist Arbeit, ist spröde, ist repetetiv, aber gerade darin liegt seine außergewöhnliche Qualität. Die Idee ist genial, die Ausführung hochgekonnt, intelligent, souverän und teils auch ironisierend. Wertung: 10/10 Atmosphäre 9/10 Story 8/10 Grafik 8/10 Sound 8/10 Spielmechanik 10/10 Spielspass Fazit: Es lebe Arstotzka! 10/10 GesamtwertungMehr anzeigenWeniger anzeigen
Die Idee, die hinter Papers, please steckt ist prinzipiell total toll und eines Blickes wert. Nur die Umsetzung ist letztlich Arbeit: Wer das Spiel erfolgreich meistern will, muss sich alle möglichen Regeln merken. Und da hatte ich so gar keinen Bock drauf. Dazu kommt dann noch eine Benutzerführung, die für mich nicht mehr als intuitiv durchgeht (aber ist von den Entwicklern vermutlich so gewollt). Kann man mögen, muss man aber nicht.Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Quelle: originale Steam-Nutzerrezensionen. Hilfreich-Stimmen sind eine archivierte Momentaufnahme, keine Live-Daten. Zuletzt erfasst: 15.08.2026.