
Pentiment
Preisverlauf
Letzte 36 Monate · täglich aktualisiertDie Preise umfassen Steam und 39 autorisierte Shops; gezählt werden nur reguläre Angebote. Das Diagramm zeigt wöchentliche marktweite Tiefstände und Steams offiziellen Preis über die letzten 36 Monate.
Der Preisverlauf wird in USD erfasst. Die gezeigten Beträge sind zum EZB-Kurs vom 2026-10-09 in EUR umgerechnet und dienen nur zur Orientierung; was du tatsächlich zahlst, steht auf der Shop-Seite.
01Über Pentiment
Pentiment ist ein historisches Erzählabenteuer im Bayern des 16. Jahrhunderts. Als Illustrator Andreas Maler untersuchst du Morde und Skandale in Tassing und der nahe gelegenen Abtei Kiersau. Mit deiner akademischen und gesellschaftlichen Herkunft prägst du die Gemeinschaft; die Folgen deiner Entscheidungen reichen über Generationen. Auf Steam sind 95%% von 9.286 Spielerbewertungen positiv. Die Steam-PC-Version bietet Benutzeroberfläche und Untertitel in Englisch, Französisch, Italienisch, Deutsch, Spanisch, Polnisch, Russisch, Koreanisch sowie vereinfachtem und traditionellem Chinesisch.
Mitwirkende
Niedrigster Stand der letzten 36 Monate
≈ 3,00 €2026-07-30 · KinguinBasisspiel · dieselben Datensätze wie in der Grafik oben; USD-Verlauf, kein regionaler Steam-Tiefstpreis.Sprachunterstützung
| Sprache | Oberfläche | Untertitel | Audio |
|---|---|---|---|
| Chinesisch (vereinfacht) | Ja | Ja | — |
| Englisch | Ja | Ja | — |
| Französisch | Ja | Ja | — |
8 weitere Sprachen anzeigen
| Sprache | Oberfläche | Untertitel | Audio |
|---|---|---|---|
| Italienisch | Ja | Ja | — |
| Deutsch | Ja | Ja | — |
| Spanisch | Ja | Ja | — |
| Polnisch | Ja | Ja | — |
| Portugiesisch (Brasilien) | Ja | Ja | — |
| Japanisch | Ja | Ja | — |
| Koreanisch | Ja | Ja | — |
| Russisch | Ja | Ja | — |
Daten zur Steam-PC-Version · 2026-10-10
02Vor dem Kauf
Text und Sprachausgabe
Für Steam PC sind Untertitel in elf Sprachen aufgeführt, darunter Deutsch. Eine vollständige Sprachausgabe ist für diese Sprachen nicht angegeben.
Controller
Die Steam-PC-Version bietet volle Controller-Unterstützung.
03Häufige Fragen
Wo und wann spielt Pentiment?
Die Handlung spielt im Bayern des 16. Jahrhunderts, in Tassing und der nahe gelegenen Abtei Kiersau.
Wen spielt man?
Im Mittelpunkt steht der Illustrator Andreas Maler, der in eine Reihe von Morden, Skandalen und Intrigen gerät.
Beeinflussen Entscheidungen die Handlung?
Ja. Deine Entscheidungen wirken sich auf die Gemeinschaft aus, und ihre Folgen zeigen sich über Generationen.
Beliebte Steam-Bewertungen
Auswahl in Originalsprache · 10 BewertungenAusgewählte hilfreiche Bewertungen in dieser Sprache enthalten sowohl Empfehlungen als auch Kritik. Diese Auswahl entspricht nicht der Gesamtbewertung; die Meinungen beziehen sich auf die jeweils bewertete Version.
Leider kann ich es nicht empfehlen... Ich hatte die Erwartung eines Disco Elysium, Ermittlungen, Dialogoptionen, geschicktes Vorgehen, um den Fall zu lösen, und oben drauf noch was zu lachen. Stattdessen war das ganze dann ziemlich öde. Es ist fast egal was man macht. Es gibt keine wirkliche Ermittlung, nur ein stupides hin und her laufen und abklicken der Personen. Dialogoptionen gibt es nicht wirklich. Welche "Skills" man sich aussucht, ist nahezu irrelevant. Ob man Personen überzeugen kann, Informationen preis zu geben letztendlich auch. Man kann sowieso jeden beschuldigen, ob mit Indizien oder ohne. Beweise gibt es eh keine. Und lustig war das ganze eigentlich nur ein einziges mal. Sonst fängt es die Stimmung eines mittelalterlichen kleinen Dorfes in dem nichts passiert und keine interessanten Leute wohnen gut ein - es ist angweilig. Der erste Akt ist noch der Beste. Akt 2 baut dann schon ab. Und bei Akt 3 fragt man sich, was man hier eigentlich gerade macht. Dem Spiel fehlt einfach ein bisschen Feuer, das gewisse Etwas. Für Liebhaber von verschlafener, mittelalterlicher Dorfromantik ist es vielleicht was. Aber wer einen spannenden Indi-Game Krimi sucht, wird hier wohl enttäuscht. Bestenfalls unterhaltsam.Mehr anzeigenWeniger anzeigen
MORD! INTRIGEN! RELIGIÖSE RÄNKESCHMIEDE! Tja, lieber Leser, im allertiefsten Bayern gehts ordentlich zur Sache, aber spannend wird es allemal, also komm doch mit... zumindest, wenn Du das geschriebene Wort nicht scheust. Aber da Du ja eh fleißig bei mir liest, bist Du ja bereits bestens abgehärtet und lässt Dich von keiner noch so unüberwindlichen Wall of Text aus der Ruhe bringen. Bravo! Für mich allerdings wird es eine interessante Reise. Als Küstenbewohner und Fischkopp vor dem Herrn sind mir die bergischen Gefilde nicht nur ein Buch mit sieben Siegeln, sondern auch furchtbar suspekt. Da lachst Du nun vielleicht, aber wir Flachländer bekommens schnell mit der Angst zu tun, wenn wir den Horizont nicht sehen können und umringt von turmhohen Bergkuppen um uns herum umfängt uns stets eine gewisse Beklemmung. Und das mit Recht, wie sich herausstellen soll, denn in Pentiment gehts nicht nur optisch wunderschön zu, sondern auch mörderisch und intrigant, wie es sich für eine gute Kriminalgeschichte gehört. Auf Permanent gemalt entspinnt sich die Geschichte um den jungen Künstler Andreas Maler, dem während seiner Zeit in einer bayrischen Abtei höchst Wundersames widerfährt. Nicht wie ein Besessener, doch dennoch fleißig arbeitet er an seinem Meisterstück, der Eintrittskarte in eine Welt der Kunst und der Mäzene, freundet sich mit den Eingeborenen an und erfährt so Manches über den Ort Tassing. Spoilern werd ich Dir natürlich wie immer nichts, doch soviel sei gesagt: Neben den Bemühungen, durch sein künstlerisches Schaffen in eine Welt des Wohlstands und der höheren Gesellschaft aufzusteigen, lebt Andreas das Leben eines jungen Künstlers mit allem, was dazu gehört. Nicht aufregend, aber unterhaltsam, nie halsbrecherisch gefährlich und dennoch spannend und einprägsam emotional. ... Und dann geschieht ein Mord... ... ... ... und plötzlich ist alles anders, als zuvor. Aber wies weiter geht, darfst Du gern selbst ergründen, lieber Leser und zwar indem Du liest, liest und nochmals liest, juhu! Denn dieses Spiel gleicht einem Roman, soviel Text wird hier geboten. Die Handlung, die über die Scherenschnitt-artige Grafik wunderschön illustriert wird, entspinnt sich in unzähligen Dialogen. Und nein: Die gibts nicht vertont. Also benutz gefälligst Deine Augen und Deine Fantasie ;-) Der Sound an sich ist angenehm unaufdringlich und die perfekte Untermalung für die gefühlt Myriaden Textzeilen, die sich hier aneinander reihen und in denen allerlei geschieht. Von belanglosen Alltagssituationen über das Leben im Kloster, dortige Ränkeschmiede, hierarchische Rangeleien und Intrigen... ... bis hin zum ganz großen politischen Ballett, in dem das Konzert der Reichen und Mächtigen spielt und Andreas seine ersten Tanzschritte auf einem Parkett vollführt, auf dem jeder Fehltritt und jeder Misston des sichere Verderben bedeuten kann. Und auf eben dieser Bühne entspinnt sich ein Kriminalfall, der Agatha Christie zur Ehre gereicht hätte. Wendungsreich und spannend plätschert die Geschichte anfangs dahin, nimmt dann große Fahrt auf und flacht leider zum Ende hin ein klein wenig ab. Aber seis drum, diesem so kunstvollen Kleinod verzeiht man solcherlei winzige Fehltritte gern. Auch dass die kleinen Mini Games und Rätsel nicht der große Wurf sind, oder die Entscheidungen nur in seltenen Fällen den GANZ großen Unterschied machen, fällt kaum ins Gewicht. Trotzdem lohnt sich ein zweiter Durchlauf durchaus, denn Schlüsselsituationen können viel ausmachen... Allein der genialen grafischen Umsetzung wegen ist das Spiel einen Blick wert, wegen der tollen Crime Story noch einen und wegen der Darstellung des Lebens in einer fernen Zeit ohne romantische Verklärung noch einen dritten. Und neben alledem gibts halt noch den einen Grund, aus dem ich dieses Spiel wirklich in Herz geschlossen habe und vielleicht trifft der auf Dich ja ebenfalls zu: Dies ist einfach eine liebevolle Hommage an das Lesen selbst. An das Schreiben und an die Literatur als Kunstform. Und das MUSS ja einfach toll sein. Besonders, wenn es mit so einer Hingabe und Liebe zum verspielten Detail umgesetzt wird, wie in diesem Fall. Das ist dann eben die große Kunst, von der immer alle faseln und die doch so selten in Perfektion erreicht wird. Hier wird gelesen aus Freude am Lesen und dennoch verkommts nicht zum Selbstzweck. So ein Spiel feiere ich über die Maßen und während die Stunden verfliegen und ich immer weiter lese, kann ich mir ein Lächeln nicht verkneifen über eine Zeit in der RTX, Raytracing und Konsorten immer fantastischere Bild zaubern und dennoch dies Kleinod in Pastellfarben im Scherenschnitt für mich den größten Augenschmaus zu bieten hat: Nämlich einen in Buchstaben-Form ;-) Ich mag dieses Spiel einfach gern, eben weil ich das Lesen liebe und das Schreiben. Und wenns Dir genauso geht, dann riskier doch mal eine Reise ins ferne Bayern und in eine ferne Zeit und beim Lesen, Lesen und nochmals Lesen wünsch ich Dir wie immer... ... viel Spaß ;-) Und hey, wenn´s Dir gefallen hat, ne Runde von mir zu lesen, dann klick hier https://store.steampowered.com/curator/41622336/ und da gibts mehr von mir auf meiner Kuratoren-Seite. Schmökern for free: Also stell Dir nen Tee bereit und viel Spaß beim Lesen...Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Ich hatte mir wirklich mehr erwartet. Die Optik ist wunderschön und die Geschichte klingt auf dem Papier interessant, aber das Pacing der Handlung ist einfach fürchterlich. Die Dialoge klingen seltsam identisch von Person zu Person. Der Font sagt etwas über die Persönlichkeit aus, was eine echt coole Idee ist, aber wieso merkt man davon nichts in dem tatsächlichen Text? Schlimmer noch finde ich, dass der Protagonist komplett leer erscheint. Klar, wir sollen die Entscheidungen treffen, die ultimativ zeigen, wer er ist. Aber tun wir das? Die Herkunftsentscheidungen geben ab und an besondere Dialogoptionen, mehr nicht. Ich kann wie eine Fahne im Wind wehen und es stört niemanden. Der Protagonist bleibt eine blanke Leinwand. Ganz selten mal gibt es Dialog challenges. Versuche, eine Person zu etwas zu überreden, wobei der Erfolg dadurch bestimmt ist, was man zuvor an verschiedenen Stellen geantwortet hat. Und ich meine SELTEN selten. Ich erinnere mich in den über 7 Stunden Spielzeit an drei. Ohne konkrete Spoiler zu geben, man kann eine Entscheidung treffen, die bedeutet, dass eine von mehreren Personen an einem späteren Zeitpunkt nicht mehr im Spiel sein wird. All die wählbaren Personen spielen keine Rolle mehr ab dem Zeitpunkt der Entscheidung. Telltale lässt grüßen. Tatsächlicher Spoiler: Es ist scheinbar nicht möglich, den Strippenzieher im ersten Mordfall tatsächlich zu finden, man wird immer erst in einem späteren Akt auf weitere Hinweise stoßen. Vielleicht gibt es nicht einmal einen tatsächlichen Mörder unter den Verdächtigen. Weiß ich nicht sicher, kam mir aber so vor, da keiner der Verdächtigen mir sonderlich plausibel erschien. <- fällt unter Pacing für mich. Die Aufteilung in drei Akte wurde nicht wirklich kommuniziert und damit steht man vor dem zu lösenden Rätsel in Akt 1 ohne zu wissen, dass es Akt 1 von 3 ist. Ich hatte auch gehofft, dass die Manuskriptmalerei eine tatsächliche Rolle spielen würde. Der Kerl könnte jeden Beruf ausüben, es würde nichts ändern. Anfangs hatte ich noch Hoffnung, dass das "Meisterstück" an dem wir arbeiten vielleicht Entscheidungen reflektieren würde oder dergleichen, aber sein wir ehrlich, daran gearbeitet haben wir nur an Tag 1. Irgendwie ist es dennoch fertig geworden. Es gab eine kurze Szene, in der wir mit einem anderen Charakter zusammen auf kreative Weise Bücher erkundet haben, aber das war ein one-off und kam nicht wieder. Das Spiel hat am Anfang Spaß gemacht und es hat ein bisschen gedauert, bis offensichtlich wurde, was da alles nicht funktioniert. Praktischerweise lange genug, um es nicht zurückgehen lassen zu können.Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Man fühlt sich durchgehend als würde man alles falsch machen aber am Ende eine der besten Spielerfahrungen des Jahres. Gute Story, Charaktere, schöner Artstyle und schöner historischer Kontext der an vielen Stellen (Dialogen, etc) eingebaut wurde. Lohnt sich.Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Ich habe es mir nicht leicht gemacht, dieses Spiel nicht zu empfehlen. Denn audiovisuell ist Pentiment ein Meisterwerk. Großartiger Stil, makellose Arbeit mit sehr viel Liebe drin. Aber eben nur in Ton und Bild. Das würde eben für einen Film reichen, aber es ist ja ein Spiel. Wichtig für eine Empfehlung ist also der interaktive, spielerische Teil. Und hier krankt Pentiment leider an den üblichen Problemen heutiger Spiele mit versprochener Entscheidungsfreiheit und Detektiv-/Adventure-Komponente. - Die Spielmechanismen sind repetitiv: Man führt eigentlich fast nur Dialoge und die sind nicht sonderlich komplex, auch wenn sie teils rollenspielartige Entscheidungen enthalten und schön gestaltet sind. Sehr wenige knifflige Rätsel sind im Spiel enthalten (ich erinnere mich gerade nur an zwei). Die machen Spaß, sind aber eben fast gar nicht vorhanden. Ansonsten ist das Spiel ein Dialogsimulator. Die Dialoge sind gut, tragen aber nicht über die gesamte Spieldauer. Vor allem nicht, wenn mit dem dritten Akt endgültig die Langeweile Einzug hält. Die Idee, dass meine Zeit begrenzt ist und ich mich zwischen verschiedenen Aktionen entscheiden muss, gefällt mir sehr gut und baut Entscheidungsdruck auf. Das lässt aber im besagten dritten Akt auch wieder nach. - Die Freiheiten sind beschränkt: Ohne Spoiler ist das Folgende schwierig zu beschreiben. Ich versuche es aber mal. Sagen wir einfach, ich werde als Spieler zu Entscheidungen gezwungen und weiß dabei, dass sie alle mies sind. Zudem bekomme ich im ersten Akt einen Hinweis zur Lösung des großen Rätsels, dem ich gar nicht nachgehen kann. Und wenn sich am Ende dann die tatsächliche Lösung auftut, merkt man, dass es nicht mal die genannte, vermutete Lösung ist, sondern eine ganz andere, für die man nicht mal die Spur eines Hinweises bekommen hatte. Ein Rätsel also, das ich gar nicht lösen kann, bis ich Deus Ex Machina die Lösung vor den Latz geknallt bekomme. Keine Möglichkeit, das Rätsel spielerisch oder zumindest in meinem Kopf zu lösen, bevor das Skript es für mich tut. Es ist letztlich eine zwanghafte Wendung, die auch nicht mal wirklich glaubwürdig ist. - Die Rahmenhandlung: Die Zeit, in der Pentiment spielt (ausgehendes Mittelalter, beginnende frühe Neuzeit – Reformationszeit), ist hoch interessant. Man kann auch teils sehr unterschiedlich Stellung zu den Geschehnissen, zur Reformation und so weiter beziehen. Aber das zu Grunde legende Grundnarrativ, die große „Wahrheit“, die dem Spieler nach und nach enthüllt wird, offenbart leider einen ziemlich banalen, üblichen, rationalistischen Blick auf die Geschichte. Das ist schade, weil hier Potenzial verschenkt wurde. Hätte man manches offen und damit Raum für unterschiedliche Interpretationen gelassen, wäre es interessanter gewesen. Alles in allem ist Pentiment ein (zumindest über die ersten zwei von insgesamt drei Akten) sehr schön inszenierter, interaktiver Film. Und die Liebe, die durch die Entwickler in die künstlerische, audiovisuelle Gestaltung geflossen ist, ist beeindruckend, gerade für einen Mittelalterinteressierten. Aber es handelt sich eben um ein Videospiel. Und dafür ist mir die spielerische Grundlage einfach zu mager.Mehr anzeigenWeniger anzeigen
'Pentiment' (15.11.2022) ist ein großartiges Spiel, 10/10, 5 von 5 Sternen und ich erkläre nun, warum. Ich bin Mittelalter-Nerd und habe 2021 viel zu Sebastian Brant im Rahmen einer Ringvorlesung gelernt (er lebte 1457–1521, 1458 als Geburtsjahr ist falsch, wie Thomas Wilhelmi im Sammelband Basel 2002 nochmal betont). Anlass für meine Rezension ist meine Beschäftigung mit Brant und Albrecht Dürer, auf deren Gemeinschaftswerk 'Das Narrenschiff' (Basel 1494) in der "Der heilige Grobian"-Szene in der Traumsequenz zu Beginn der Handlung referiert wird. Pentiment macht alles richtig, was ein im 16. Jahrhundert verortetes Spiel aufweisen muss. 1) Das Setting wird stimmungsvoll inszeniert. Beispielsweise werden die Dialoge als schriftsprachliche Interaktionen bzw. Briefkorrespondenz, was die Lebenswelt des Spätmittelalters, die dem heutigen Publikum ferngerückt, vor Augen stellt. 2) Die Konflikte der Schwellenzeit von etwa 1450 bis 1550 gewinnen hinsichtlich ihres gesellschaftlichen Gefahrenpotenzials für die katholische Mehrheit im bairisch-sprachigen Raum Kontur und führen etwa ab dem zweiten In-Game-Day zum Ansteigen der Spannungskurve. 3) Damit ist auch der Aspekt Spannung, Stoff und Storydesign angesprochen. Die Exposition am ersten In-Game-Day ist instruktiv und schreitet langsam voran. Die dramatische Fallhöhe des Gamer-Avatars Andreas Maler ist hoch, da er als Illuminator und "Handwerker" der aufkommenden bürgerlichen Schicht des 'Kunstadels' entstammt. Und dem zweiten Day findet sich der Avatar in einer Situation wieder, die stark an Umberto Ecos 'Der Name der Rose' intertextuell und -medial referiert (Il nome della rosa, Erstausgabe 1980), dessen Lektüre der Game Director Josh Sawyer in einem Tweet vom 11. November 2022 mittels eines Fotos von seinem Bücherschrank bestätigt hat. Eco bot anno dazumal eine enorm dichtes Porträt des 14. Jahrhunderts mit seinen zahlreichen Konflikten und Diskursen, woran Pentiment in vielerlei Hinsicht zugunsten der Geschichtsauthentizität anknüpfen kann. Summa summarum: Pentiment ist für alle Spieler, die sich immer schon für das Mittelalter interessiert haben und sowohl gerne lesen als auch Rätsel lösen. Quellen Heinze, Carl: Mittelalter Computer Spiele. Zur Darstellung und Modellierung von Geschichte im populären Computerspiel. Bielefeld 2012. Schwarz, Angela (Hrsg.): "Wollten Sie auch immer schon einmal pestverseuchte Kühe auf Ihre Gegner werfen?". Eine fachwissenschaftliche Annäherung an Geschichte im Computerspiel. Münster 2010. Wilhelmi, Thomas (Hrsg.): Sebastian Brant Forschungsbeiträge zu seinem Leben, zum «Narrenschiff» und zum übrigen Werk. Basel 2002.Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Das Spiel mag zwar einen der schicksten Looks haben, den sich Mittelalterfans vorstellen können, aber als Spiel hat das Ganze dann doch eher versagt. Obwohl ich Storybasierte Spiele mit Entscheidungen wie Life is Strange eigentlich mag, konnte Pentiment mich nicht überzeugen. Der eigentliche spaßige Kern das Morde aufklären kommt im Spiel erst nach ca. 3 Stunden zu tragen davor erkundet man einfach nur das Dorf und lässt sich von den Dorfbewohnern eine Frikadelle ans Knie schwatzen. Gleichzeitig sollte es möglich sein allen Spuren nachzukommen ist es aber nicht, da ich zufällig in Event gelaufen bin nach dem anderen, was Zeit kostet, gleichzeitig sind bestimmte NPC's nur zu bestimmten Tageszeiten irgendwo anzutreffen und es macht Mühe alle Leute immer zu finden. Zum Beispiel hatte ich zwei NPC's überzeugen können das Grab auszuheben, aber bei einen konnte ich nicht loslegen, weil gerade Nacht war und beim zweiten hatte ich einen bestimmten Mönch nicht gefunden obwohl ich den Abt schon überzeugt hatte. Die Geschichte des Spiels ist eigentlich ganz gut, aber einfach zu sehr in den 3 Akten gestreckt, so dass es anstrengend war zuhören zu wollen und ich sie einfach nicht genießen konnte. Fazit:Gute Geschichte, die aber zu langsam in die Gänge, ein einzigartiger Artstyle und eine Welt in der ihr dauernd nur rumsucht und die Orientierung verliert, für mich müssen Spiele auch Spiel sein und nicht nur Text und Geschichte.Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Für mich das beste Spiel des Jahres, wenn nicht sogar, das beste Spiel überhaupt. So genial geschriebene Charaktere und die wunderschöne Optik + Musik, einfach nur gemacht, um sich darin zu verlieren. Traumhaft und einfach nur genial.Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Vergebens habe ich das Meisterwerk gesucht. Geblieben ist ein Spiel dessen Handlung es keinesfalls schafft, das nicht vorhandene Gameplay zu kompensieren. Weniger Entscheidungsfreiheit als in einem Telltale Spiel. Als ich gemerkt habe, dass Akt 2 nicht groß anders ist als der erste, habe ich mich nur noch durchgequält um das Ende zu erfahren, ernüchternd. Die Hochzeiten von Obsidian sind anscheinend schon lange vorbei.Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Quelle: originale Steam-Nutzerbewertungen. Hilfreich-Stimmen sind ein archivierter Stand, keine Live-Daten. Zuletzt erfasst: 15.08.2026.